Trainingswoche in Marburg

Ich war für 4Tage wieder in Marburg und da Julia auch noch Uni hat, konnte ich mir ein paar Trainingseinheiten in diese Zeit legen. Meine übliche Trainingspartnerin ist leider nicht da.

17x400m

Gerd erzählt immer von den fiesen Intervallen aus dem Greif- Trainingsplan… 17x400m mit 200m Trappause. Da es in Marburg 2 schöne Stadien gibt bin ich am Mittwoch auf die Bahn des Unistadions und habe diesen Block in Angriff genommen. Ich bin ca. mit der Pace meiner 10km Bestzeit gelaufen und am Anfang viel es mir auch noch recht leicht. Ab Intervall 10 wurde es hart. Zwischen 10 und 11 bin ich in der Trappause 100m gegangen, da ich einige Seitenstiche hatte, danach nicht mehr. Den letzten Intervall sollte und wollte ich mindestens genau so schnell absolvieren, was mir auch gelang. Es war der schnellste Intervall des Trainings.

Auswertung

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Im Stadion hat man einen tollen Blick aufs Schloss und die Spiegelslust. Zur Spiegelslust ging es am nächsten Tag, aber die Planung der beiden Läufe so dicht hinter einander clever war…

Outrun the Uni

Die Idee von „Asics outrun the sun “ etwas abgekupfert habe ich mir eine Strecke durch/über die berge von Marburg gesucht, um von Wehrda zum Uniklinikum auf den Lahnbergen zu kommen. Der direkte Weg ist zu einfach und würde quasi nur Straße beinhalten, also wird mit Garmin eine schöne Strecke gebastelt, die ca. 1:45Std. dauert, denn Julias Unterricht dauert 1:30 und 15min Fahrt braucht man auf die Berge. Somit war das Ziel gesetzt. Wir starten gleichzeitig und ich bin vor Unterrichtsschluss am Klinikum.

Die Navigation habe ich über meine Garminuhr gemacht, das erste Mal und es ging recht gut, leider sieht man nur die Strecke und keine Karte, somit gab es bei manchen Weggabelungen Unsicherheiten welcher der richtige Weg ist. Ich musste es oft korrigieren und habe auch einen Schlenker ausgelassen. Die karten waren sehr genau und ich bin nicht erkennbare Wege gelaufen.

Am Anfang ging es kurz bergauf, um dann eine ganze Weile runter zu gehen mit ein paar Wellen. Es machte richtig Spaß, Unebenheiten, Wurzel und ein paar Baumstämme zum drüber springen. Ich fühlte mich toll, dass ist Trailrunning…
Garminchen piept das erste Mal. Kilometer 1 in 4:45, das wird nie was. Ich muss viel langsamer machen. Bis Kilometer 2 ging es noch bergab, um dann das erste Mal richtig steil den Berg wieder hochzugehen, dass ging schön in die Oberschenkel. An einer Kreuzung ging es dann auf einen von Forstfahrzeugen erzeugten Weg, also nur die großen Traktorspuren und ich lief in der Mitte, wo anders konnte man nicht auftreten. Plötzlich meint die Uhr hier links… Da ist kein Weg. Hmmm. Also das erste mal den Berg hoch gestapft. Ich war froh die Trailschuhe mit reichlich Profil anzuhaben. Wieder auf normalen Weg, ein Schlenker und ein nicht vorhandenen Weg durchs Unterholz genommen. Jetzt war ich wieder auf einem der Hauptwege des Berges. Es ging weiter stetig bergauf. endlich kam mal ein weg der quer zum Berg führte, etwas ruhiger laufend wieder Kraft sammeln. Nochmals steil hoch und ich hatte die Spitze erreicht. Meine Strecke führte mich auf die Rückseite des Berges, am Mausoleum und den Behring Werken vorbei. Die Werke machen mir seid ich vom Marburg Virus weiß, etwas Unbehagen. Hier lag ein Baum quer über den man drüber klettern und unter durch kriechen musste.
Ich laufe auf einen richtig steilen Anstieg zu. Lust hab ich auf den gerade nicht wirklich. Blick auf die Uhr. Juhu, vorher geht’s rechts lang. Es kommt ein Geschlängel, welches mich am Hang Richtung. Plötzlich wieder eine Wende… Hier ist kein Weg… Doch! Ein Trampelpfad durch brusthohe Brennnesseln, Helmut hat seine Finger auch überall. Selbst durch die lange Lauftight habe ich mir Pusteln geholt.
Endlich führt mich der Weg nach Marburg, kurz vorm Stadtkern habe ich bei der Gabelung den falschen Weg gewählt und somit den Schlenker ausgelassen. Das tolle an Marburg ist, man ist die ganze Zeit in der Natur, läuft um ein paar Ecken und ein paar Treppen runter und steht mitten vor der Elisabethskirche. Der tiefste Punkt ist erreicht und quasi Halbzeit. Ich laufe durch Marburg und dank meiner anderen Trainingsläufe kenn ich mich etwas aus und muss nur eine Straße kreuzen. Es geht über eine Fußgängerbrücke und einer Unterführung auf die andere Seite der Bundesstraße. Diese teilt Marburg sozusagen. Ab jetzt ist es auch mit dem Spaß vorbei. Es geht gleich mit 20% den Berg hoch, was ich laufe. Oben angekommen, gibt es das einzige Beweisfoto der Strecke.10304696_708037162576068_8871467729019960443_n
(Da ich ja die Zeit im Nacken hatte und auch nicht wusste wie es mit der Navigation läuft, habe ich sonst auf Bilder verzichtet. Ich werde die Strecke nochmal laufen und dann mehr knipsen.)

Mir platzen fast die Oberschenkel. Zum Glück habe ich eine Flasche mit Wasser dabei. Es wurde doch noch sehr warm.
Es ging jetzt ein paar Stufen rauf und dann wieder quer zum Hang.. Entspannen.
Wende und steil wieder hoch. Hier bin ich dann auch mal ein Stück gegangen.. Ich laufe jetzt unterhalb der Spiegelslust. Es kommt wieder ein sehr steiler, nicht vorhandener Weg und ich steige den Hang hoch, bis ich wieder auf dem normalen Weg bin. Ich erreiche die Ausschilderung für den Turm, kurzer direkter Weg oder langer Weg, seitlich hoch. Uhr sagt seitlich hoch. Oben angekommen schauen mich die Besucher des Biergartens etwas verdutzt an. Ich laufe auf der anderen Seite wieder runter. Es geht jetzt länger steil Berg runter und ich muss etwas bremsen. Immerhin stecken schon 12-13km Anstrengung in den Beinen.
Der nächste Anstieg lässt nicht auf sich warten. Eigentlich wollte ich noch eine richtig steile Rampe, welche ich beim letzten Mal gelaufen bin, mitnehmen, aber die habe ich bei der Planung nicht erkennen können und somit war sie nicht auf der Strecke. Ich habe sie später etwas weiter links gesehen und war auch etwas froh, dass ich sie auslassen konnte.
Hier passierte ein etwas größerer Verläufer, eigentlich sollte ich einen Abzweig nehmen und zurück zur Spiegelslust laufen, den habe ich aber nicht gesehen, also bin ich in einem großen Bogen gelaufen und da ich somit mehr Strecke gemacht habe, bin ich kurz bevor ich wieder auf die alte Strecke kam einen Anstieg hoch und kam neben der steilen Rampe oben auf dem Berg an, von hier an kannte ich den Weg zurück ja schon. Also diesen gefolgt und dann statt zur Spiegelslust, wo ich herkommen sollte, Richtung Krankenhaus gelaufen. ich war total K.o., sehr glücklich mit mir selbst und 10min vor Julia am Haupteingang.

 Die Daten

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