Mein erstes Mal…

Es ging am Samstag Morgen um 5:00 Uhr los Richtung Lübeck. Zum 3. Elbe- Lübeck- Kanal_ Ultra.
Ein Punkt zu Punkt- Lauf von Lauenburg nach Lübeck, da es ein privat organisierter Lauf war/ist, musste man sich ums Shuttle selber kümmern. Start und Ziel sind aber in Nähe von Bahnhöfen, also parkte ich mein Auto im ziel und fuhr um 07:07 Uhr Richtung Lauenburg. So musste ich nicht verschwitzt nach dem Lauf noch Zug fahren, sondern konnte in mein Auto steigen.

Es wurde hohe Temperaturen und nachmittags Regen angesagt. Also wir in Lauenburg ausstiegen, im Zug waren noch ein paar mehr Läufer, regnete es Richtung und es war recht unangenehm. Alle meckerten über das Wetter, ich auch…. Im nachhinein hätte ich es gern behalten.
Bisschen schnacken, Fotos und los ging der Lauf, immer am Kanal lang, über die 2te Brücke und dann Richtung Lübeck. Ich lief mit Rucksack und hatte noch ne Regenjacke drüber. Nach 2km wanderte diese in den Rucksack. Zuhause war geplant, dass der Lauf in 6:00-6:30 Std. zu schaffen sei.

Beim Umziehen überholte mich Dennis, den ich vorher nur virtuell aus dem Streakrunner- Forum kannte und ich beschloss mit ihm zu laufen. Die Pace ging etwas runter, aber immer noch im 6:30std-Soll. Wir liefen und unterhielten uns und die Kilometer gingen schnell dahin. Der Regen hatte ja aufgehört und die Hitze kam langsam auf. Durch den Kanal zur Rechten und dem Regen entwickelte sich eine unerträgliche Luftfeuchtigkeit. Bei km19… nicht wie Frank angekündigt hatte 15, war der erste kleine VP. Das warten auf den VP, wenn die Strecke ja schon um ist, war echt mühsam.
Dort stand Dennis Frau und Marc (diesmal Racedirector und nicht als Läufer) und versorgten uns mit Getränke, Ich wechselte von T-Shirt auf Singlet, alles wieder auffüllen und weiter. Angekündigt war ein VP, es gab dann zum Glück 3 und das war bei den Temperaturen geradeso ausreichend.

Am Anfang sind wir unter Bäumen usw. gelaufen, jetzt wurde der Weg immer freier. Bei Kilometer 24 schickte mich Dennis vor, da sein Puls in die Höhe ging, also lief ich allein am Kanal weiter. An einigen Stellen 3km schnurgerade aus. In Mölln, dann der 2 und große VP. Mölln hab ich vom Zug aus gesehen. Ist sehr schön, leider sieht man vom Kanal aus nichts. Ich stärkte mich und lief weiter. Der VP lag schön im Schatten und war bei Kilometer 35. Es war jetzt Mittag und die Sonne brannte richtig, der Sonnenbrand auf den Schultern, welche ich nicht eingecremt hatte, waren ja durchs T-Shirt verdeckt, bezeugt das.
Unterwegs traf man Radfahrer und Wanderer und 1-3 Grundschulklassen, die mit Fahrrad unterwegs waren. Ich lief mein Tempo etwas langsamer weiter, konnte aber nicht langsamer werden, obwohl ich das gern wollte. Ein bisschen Verpflegung hatte ich im Rucksack, beim Essen von Banane und Gel bin ich gegangen.
Die meiste Zeit hoffte ich auf Schatten, der gefühlt nur einmal kam. Auch dort bin ich gegangen um etwas Abzukühlen.
Kurz danach kam eine Schleuse und man musste eine kleine Straße überqueren. Es war 7km vor dem nächsten VP und 25km vor dem Ziel. Gerade verabschiedete sich auch mein MP3- Player und ich hatte die Aussicht auf 3Stunden geradeaus laufen, ohne Musik in der prallen Sonne…
Ich entschied ich mich, hier kommt man gut mit dem Auto ran, also STOP!
Ich setzte mich an die Schleuse, holte mein Handy raus und rief Marc an, dass ich aussteige.

Meiner erster DNF. Die Beine waren echt noch gut, aber der Kopf hatte keine Lust mehr und eigentlich dachte ich immer, dass der Kopf der stärker Part ist.

Bevor Marc kam, kamen noch 3 andere Läufer durch, hätte ich gewusst, dass sie nur 10min hinter mir waren hätte ich mich evtl. Kent angeschlossen und wäre weitergelaufen, aber die Entscheidung war getroffen und Marc auf dem Weg.

Mit Marc bin ich dann zum nächsten VP gefahren, habe die 3 Läufer nochmal getroffen und dann ab nach Lübeck ins Ziel. Der Sieger war schon im Ziel mit etwas unter 6:30Std. Ich schnackte noch mit den Leuten und der Zweitplatzierte lief noch ein. Anschließend ging ich mit den Beiden und ihren Radbegleitern. Die echt ein Vorteil bei der Strecke sind, man muss nichts schleppen und ist nie allein, zurück zum Bahnhof.

Es fühlte sich die ganze Zeit Sch… an, vor allem ärgerte ich mich über mich selbst.

Es erinnerte mich etwas an mein Jugend als ich mit 16+ bei Skatturnieren mitgemacht habe und auch mal nicht so gute Runde gespielt haben. Die alten Männer äußerten sich in die Richtung, naja bist noch jung und musst viel lernen, bzw. überschätzt dich…
Von den Läufern hat sich niemand so geäußert… Nur Kopfkino.
Ich weiß das ich das Tempo laufen kann. Habe ich beim Run for Fun schon über 84km geschafft. Das Ego hat trotzdem einen mitbekommen.

Es wurden 41,9km in 4:14Std.

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Ein Kommentar

  1. Hey Toni,

    du warst mir ein treuer Begleiter auf dem ersten Drittel. Leider hat es mich ja schon in Mölln zerrissen. Mir steckte leider noch der Infekt vom Dienstag zuvor in den Knochen. Ich ticke genau anders herum. Mein Kopf wollte weiter und als die Erholung am VP einsetzte, wäre ich beinahe weitergelaufen. Zum Glück hatte ich meine Uhr schon abgestellt. Meine Beine haben es mir nachträglich gedankt. Heute bin ich noch einen anständigen 13,6 KM Wettkampf gelaufen. In Süntel machen wir es besser!

    Kannst Du mir nochmal die Seite mit dem GPS Gerät zur Leihe mailen?

    Gruß Dennis

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