Magdeburg Marathon „hopp“ala ein Landschaftslauf

Krombacher verlost ja immer fleißig Startplätze und so habe ich diesen hier gewonnen… Wann kommt man sonst mal nach Magdeburg. Da ich vor 2 Wochen ja in Bremen meine Bestzeit gejagt habe, hatte ich für diesen Lauf keine Ambitionen und habe mich fast gar nicht damit beschäftigt. Irgendwann erfuhr ich das Gerd, ein weiterer Streakrunner dort auch starten wollte und aufs Podium in seiner AK(M65) laufen wollte. Das sollte mit <4:00 funktionieren. 2 Wochen nach Bremen sollte ich diese Zeit gut laufen können, also bot ich mich als sein persönlicher Hase an.

Christian, ein weiterer Racebooker, hatte ebenfalls ein Krombacher Startplatz, also fuhren wir gemeinsam morgens um 5:45Uhr aus Bremen los. Wir kamen super durch und waren kurz nach 8:00 im  (Messe), es gab reichlich Parkplätze und der Weg war auch nicht weit. Hier erfuhr ich von Christian, dass es nur um die 350 Läufer auf der Marathondistanz sein werden. Für einen Stadtmarathon recht wenig. Kurz danach traf Gerd ein, wir erledigten unsere Dinge, Gepäck, Startnummern usw. und machten uns auf zum Start, der ca 200m vom Ziel entfernt war. Das Ziel befand sich zwischen 2 Messehallen.
In der Startaufstellung noch Dennis getroffen, Foto gemacht und nach ewiger Ansprache ging’s 5 Minuten zu spät los.

Soweit hinten zu Starten ist etwas ungewohnt und bis sich das Feld sortiert hatte dauerte es etwas. Gerd wollte wie angekündigt wieder zu schnell laufen, aber wir hatten ja einen Plan, also bremste ich ihn auf 5:35-5:40 ein. Das musste ich bis Kilometer 14 machen. 😀
Es ging durch die Stadt, Kreutz und quer, über einige Brücken und meist liefen wir auf dem Fußweg, die Straßen war nicht überall gesperrt. An manchen Stellen standen auch parkende Autos im Weg. Das kenne ich vom Bremen Marathon anders und war echt irritiert. Es ging an einer schönen Kirche und einem Hundertwasserhaus vorbei. Sonst viel mir nur die Unmengen an Kopfsteinpflaster auf. Es gab viel und gute Musik und mit meiner Hasenmaske war ich sehr bejubelt und wahrscheinlich einer der meist fotografierten Läufer. Die Sängerin einer  Live Band begrüßte mich noch durch die Boxen 😉

Es ging irgendwann runter zum Fluss und weg von den (wenigen) Menschen. Hier war es schon sehr ruhig. Durch einen Park, wo Gerd noch einen Stopp einlegen musste über eine Holzbrücke zum 2ten VP. Da wir so früh gestartet sind, hatte ich nur 2 kleine Käsekuchen gegessen und freute mich auf Verpflegung bei km11. Hier gabs aber nur Wasser und Tee. Das könnte jetzt eklig werden. Ich hatte aber ja noch 2 Gels mit. Bei km16, gabs dann den ersten richtigen VP. Mit Cola, Tee, Wasser, Obst, Keksen und Schokolade… Da kann sich Bremen ne Scheibe von abschneiden, wenn man die beiden „Stadtmarathons“ vergleichen mag (dachte ich zu dem Zeitpunkt. Da ich mit der Maske gut essen, aber nicht trinken konnte. Klappte ich sie immer hoch, zur Freude der Helfer.)
Es ging zurück Richtung Start und dann auf einem Radweg parallel zur Elbe raus aufs Land(?). Hier gabs das erste Manko, klingelnde Radfahrer… „Hallo? Ich laufe hier nen Marathon und habe bezahlt!“ Also ich nicht direkt, aber Krombacher… Es ging über Felder weit raus aus der Stadt. Ein zähes Stück für den Kopf, Gerade aus 90° Kurve, Grade aus. Die Verpflegung und Stimmung an den VPs war super hier draußen. Zuschauer leider eher Mangelware. Bei 21km kommt uns der erste entgegen. Es ist eine Strecke mit langem Begegnungsstück. Nach dem Verpflegungspunkt bei 24km weißt uns ein Helfer einen Sandweg den Berg hoch… „Ich dachte flach und schnell“ Wir liefen langsam hoch und schnell runter. Berg hoch noch von einem Läufer überholt, mit der Ansage doch bitte Platz zu machen. Berg ab ihn wieder überholt und nie wieder gesehen. Berg runter kann Gerd und ich hatte zu tun, da dran zu bleiben. Insgesamt war der Berg ca. 2km lang.
Es ging unter einer Brücke durch und dann ziemlich steil Berg hoch, dort wartete der nächste VP. Wir ließen uns etwas Zeit, essen und was trinken, dann weiter. Stück gerade aus, Wende und noch mal steil einen Deich hoch. Ist das der Mittellandkanal? Wir liefen auf der Brücke, ca. 1,5km den Kanal entlang, Berg runter, unten durch und wieder rauf.
Jetzt auf der anderen Seite zurück. . Hier hatte man einen guten Blick auf das Feld. Gerd verabschiedete sich von seiner Wunschzeit, was auf Grund des Profils verständlich war. An der Seite  ging es wieder runter. Wieder eine Verpflegung. Gerd brauchte etwas länger, so das ich mir noch einen fast vollen Becher Tee reinkippte. Fehler! Ich bekam kräftige Seitenstiche, da es aber leicht Berg hoch ging und man nur hintereinander laufen konnte. Konnte ich die Seitenstiche wieder weg atmen, da das Tempo nicht so hoch war. Noch einmal auf Kopfsteinpflaster Berg ab und dann zurück nach Magdeburg. Es ging jetzt unterhalb des Bergs auf Pflasterwegen wellig zurück. Das strengte sehr an und für Gerd wurde es schwieriger. Ich versuchte ihn zu motivieren und zu pushen. Noch 8mal Streakerhaltung und wir sind im Ziel. Es ging wieder raus auf die Felder. ich versuchte das Tempo nicht ganz zu sehr einbrechen zu lassen und mich immer in den Wind zu stellen. Ja, ich kann Windschatten geben, zumindest für Gerd. Wir kamen wieder an meinen Lieblings-VP. Gute Stimmung und herzliche Begrüßung für „Bugs Bunny“. Leider keine Möhren… Jetzt wurde der Weg weit und der nächste VP war bei km38. Ich kündigte Gerd den VP immer als gleich an und er kam und kam nicht.

Inzwischen Zeit sind meine 2Gels an ihn gegangen, er hatte gut zu kämpfen und für mich lief es noch rund.
Endlich am VP. Etwas längere Pause und weiter geht’s. 4km, 2mal Streakerhaltung. Wir waren jetzt bei 6:30-6:40 im Schnitt, aber es ging  nur noch um die Platzierung in der AK und da haben wir mögliche Konkurrenten hinter uns gelassen. Wieder in Magdeburg ging es einmal um eine Kurve zum nächsten VP und dann gefühlt die letzten 2km gerade aus. Beißen war angesagt. Kurz über eine Brücke, mit Gehpause und ab auf die letzten 800m.
Der Läufer vor uns musste einer abbiegenden Straßenbahn ausweichen, bzw. drum herum laufen… NO GO!!!

Einmal noch um die Kurve und Zielsprinnt. Gerd wurde vom Radiomoderator namentlich begrüßt und gemeinsam ging es über die Linie. 04:11:00. 2. Platz AK65

Es war schön mit Gerd zu laufen und es tut mir leid, dass du so gelitten hast.

Der Magdeburg ist ein schöner Landschaftsmarathon, der bei entspanntem Tempo echt Spaß macht. Für einen ambitionierten Lauf ist er sehr anstrengend und die Verpflegung etwas weit auseinander.

 

Dank Gerd habe ich mir das Eventshirt für ein paar Euro extra gesichert.

DSC_0122

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