11. Zeitsprung Marathon oder The Best of the Rest

Im letzten Jahr bin ich diesen Lauf ja schon gelaufen und habe ihn als erster beenden können, in 3:23:00. Dieses Jahr stand also die Titelverteidigung an, bis sich ein gewisser Oliver Sebrantke angemeldet hat (4facher Bremen Marathonsieger und im DLV-Kader), also blieb nur der Kampf um Platz und gegen die Uhr.

Zeitsprung

 

Eigentlich wollte ich Kai und Christian in Bremen aufsammeln und mit nach HB-Nord nehmen. Kai sein Fernbus hatte Verspätung und er kam kurz vor Start mit dem Taxi nach. Dieses Mal waren einige Racebooker am Start und durch die Läufe bei Olaf kannte ich auch viele der anderen Teilnehmer. Kurzer Schnack hier, Hallo da und irgendwann ging es dann zur ausgelagerten Startlinie. Es war 01:00. Oliver hatte die Befürchtung sich zu verlaufen, darauf hin fragte Olaf mich, ob ich nicht die erste Runde mit ihm laufen kann?
„Wenn du über 4:00 läufst geht das.“
„Nee ich will schneller laufen.“

Kurz nach dem Start waren die beiden Läufer aus Stuhr auch schon weg. Ich lief als zweiter der Marathonis über die Matte. Hinter mir ein Läufer im Rennsteigshirt und einer für St Pauli. Der St Pauli- Läufer hat nach der ersten Runde schon etwas abreißen lassen, der andere blieb dicht dran. Durch die Laternen Beleuchtung musste man sich nicht umschauen, irgendwann kam das Licht von hinten und man konnte den Schatten des anderen Läufers sehen.
So liefen wir unsere Runden und überrundeten einige der langsameren Läufer. Den meisten geht hier eher um das Event, als um die Zeit.

Nach 3 Runden und somit 6km nahm ich Verpflegung zu mir und der andere Läufer überholte mich. Erst wollte ich ihn ziehen lassen, denn der Lauf ist lang und ich hatte mein Tempo. Irgendwie kam ich aber doch bis zur Wende wieder ran. jetzt konnte ich mal ein Stück im Windschatten laufen. Richtung Lürsen Werft kam im Laufe des Rennens etwas Wind auf. Nach der nächsten (4Runde) verpflegte er sich, da es mich immer etwas nervös macht, wenn jemand so dicht hinter mir läuft, beschleunigte ich etwas, vielleicht schließt er ja nicht mehr auf. Er tat es doch… aber nur für ein kurzes Stück, bei der Wende scheint er abreißen zu lassen und ich lief ab da allein. Ich Verglich immer wieder den Abstand wenn wir uns auf der 2km Runde, als Pendelstrecke) begegneten, ohne aber in Sachen Tempo dabei Rücksicht zu nehmen. Der Abstand wurde aber immer etwas größer. Dieses Spielchen motiviert und gibt einem auch etwas Beschäftigung für den Kopf.

nach 16km nahm ich eins meiner beiden Gels und verpflegte mich derweilen mit Wasser in einer Runde, Cola und/oder Obst/Gummitierchen in der anderen. Die dritte Runde dieses „Blocks“ lief ich ohne Verpflegung. Oliver zog seine Kreise und überholte mich in regelmäßigen Abständen. Insgesamt 4mal. Bis auf ihn und dem Läufer im Rennsteigshirt, habe ich auch alle Läufer mindestens einmal überrundet.
Nach dem die Halbmarathonis fertig waren wurde es leerer auf Strecke und man hatte Platz zum überholen.
Ab Kilometer 22 fingen die Spiele im Kopf an, nur noch 10 Runden, klingt besser als 20km. Irgendwann zwischen Kilometer 32 und 34 nahm ich das zweite Gel und ich konnte die Pace halten. Auf den letzten 4-6km ging das dann nicht mehr. Ich wurde 10sek langsamer pro Kilometer, aber jetzt wollte ich auch nicht mehr zurückstecken und biss mich durch. Insgesamt lief ich einen Durchschnitt von 4:41 pro Kilometer. Bei angepeilten 4:40 ist das doch super.
Der Drittplatzierte, bekam nochmal die zweite Luft oder wollte sich nicht überrunden lassen, auf jeden Fall wurde der Abstand größer bzw. blieb gleich.

Ich überquerte die Zielmatte in 3:21:11(netto) bzw. 2:21:11(brutto) mit einem Schlusssprung (ist ja Zeitsprung). Somit war ich 2min schneller als im letzten Jahr.

Das war der dritte Marathon in 4 Wochen und ich muss sagen, ich bin zufrieden mit der Leistung, aber merke die Erschöpfung im Körper. Respekt an die Sammler, die jede Woche 1-2 laufen…
Ich habe jetzt schon ein paar Berichte gelesen und muss sagen, dass ich mit dem Laufen um diese Uhrzeit gar kein Problem hatte. Da ich Kai noch mit zurück zum Bahnhof nehmen wollte, war ich erst gegen 5:30 zuhause und musste um kurz nach 6:00 zur Arbeit, also kurz in die Wanne gelegt und dann los. nach 28std war ich dann Nachmittags im Bett.
Ich mag den Lauf und komme, sofern die Politiker die Zeitumstellung nicht abschaffen, nächstes Jahr wieder.

 

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