3.PUM… Wir sind viel zu schnell!

IMG_0042Endlich startet die richtige Wettkampfsaison. Ich bin zwar letzte Woche schon einen Ultra über 51km gelaufen. Im Grunde war es aber „nur“ ein sehr langer Trainingslauf, der für die Statistik gewertet wurde.

Am 18.04. ging es für mich zum 2ten mal zum Piesberg Ultramarathon nach Osnabrück. Jedes Jahr haben wir mindestens ein neuen Verrückten, der da seinen ersten Ultra laufen möchte. Die Erzählungen und Videos sind anscheinend nicht abschreckend genug. Es gibt einfacherer Möglichkeiten für den Ersten. Nächstes Jahr will ja Petra mit! Letztes Jahr kam Jan mit, dieses Jahr sammelte ich Dirk in Oyten ein und danach Danny. Solche Läufe lässt er sich ja auch nicht entgehen.
Wir trafen bei bestem Wetter um kurz nach 8:00 im Sportlerheim ein. Uwe-Heinz der im Grund schon 5 Leute zu dieser Laufteilnahme „inspiriert“ hat, war schon dort und Frank kam auch gerade an.
Schnell die Unterlagen geholt, bei 100 Startern ist da nichts mit Warten. Kurz geschaut. Die üblichen Verdächtigen sind auch da: Stoppel, Christian, Helmut, Jutta und Stephan.
Schnell ein Gruppenfoto in PINK, dass ist das Finishershirt vom letzten Jahr und man bekommt es wirklich nur, wenn der Lauf erfolgreich beendet wurde. Es ist mein einziges Finishershirt und somit trägt man es, trotz der ungewohnten Farbe mit Stolz.IMG_0029

Letztes Jahr hatte ich ja mit einem Platz vorne geliebäugelt dies Jahr war das von Anfang an, anders geplant. Mein Plan lautet: Ich bleibe bei Dirk!
Uwe Heinz wollte auch mit uns laufen, außer wir werden ihm zu schnell. Ich glaube so was hat er mal im Training erzählt. Danny machte sein Ding, weiter hinten, leider ist er gestürzt und musste das Rennen beenden.
Also liefen wir ziemlich in der Mitte entspannt los. Es ging die ersten 750m zum Berg und dann 6 Runden rum.
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3Wellen gleich zum Anfang, die wir ruhig gegangen sind und dann steil Bergab, nur um dann noch steiler wieder Bergauf zu laufen. Ich finde diese Passage schlimmer als die Treppen.

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Oben Angekommen ging es ein Stück geradeaus, ein paar Stufen und am Kompostwerk vorbei zu den richtigen Treppen, nochmal runter… Anlauf nehmen und dann die Treppen zur Spitze des Berges rauf.

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Oben warteten dann schon „die Omas“ mit dem ersten VP auf uns. Es ist eine Hilfsorganisation für Afrika.

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Kleiner Schlenker über „den Friedhof der Kuscheltiere“ (keiner weiß, was das genau sein soll. Könnte eine Kräuterschnecke oder so was sein), hier stehen einige Pflastersteine hoch und in den letzten Runden fällt das Füße heben echt schwer.
Ab jetzt kommt der entspannte Teil, wo auch der Streak gesichert wird. es geht auf schönen Wegen um den Berg rum. Einige kleine Welle und auch ein paar Treppen runter. Singletrails. Ein knackiger Anstieg, der wieder gegangen wurde hoch und dann über Wurzeln durch den Wald. Um ein Gebäude rum und auf einem kleinen Teerstück steil bergab. An dem Gebäude stürzte Uwe-Heinz (und auch Danny, wie ich jetzt erfahren hab) und zerstörte seine Laufuhr, aber mehr nicht.
Es ging nochmal durch den Wald und an der Straße zurück zum Anfang der Runde die letzten 600m lief man auf Splitt neben den Werkbahnschienen. Am 2Vp, dem HauptVP gabs quasi alles. Die netten Damen reichten einem den Becher und füllten das gewünschte Getränke auch ein. In Ruhe gestärkt mit Keksen und Gummibärchen ging es auf Runde 2.

Kurz noch bei der Kontrolle die Nummer ansagen, zum Abhaken und wieder auf die Wellen. Es lief recht gut, wir haben viel geschnackt und hatten unseren Spaß. Zeit war nicht so wichtig. Uwe-Heinz wollte gern 50min schneller sein als beim letzten mal (er behauptet zwar immer noch 5min. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen), aber durch das gehen und klettern usw, haben wir die Zeit am Ende der Runde nur kontrolliert. Soviel haben wir im letzten Jahr gelernt. Der Lauf ist lang und es kann viel passieren.

Also wieder runter ins Tal und den steilen Anstieg hoch. Er wurde von Runde zu Runde immer schwerer. Zu den Treppen und in Ruhe hoch, das Geländer wurde natürlich genutzt. Man merkt bei jeder weiteren Stufe die Anstrengung in den Beinen .
Oben wieder versorgt. Schnack mit den Omas und weiter. Am Piesberg waren einige Spaziergänger unterwegs die uns auch fleißig anfeuerten.
Am Vp wurde sich wieder verpflegt und die Neuerung des Jahres bemerkt… Es gab einen Grill. Ich kann ja alles beim Laufen essen, aber die Bratwurst nehme ich erst nachher auf die letzten 750m mit ins Ziel mit. Das riskiere ich dann doch nicht.
Zeit? 2:20 Std für 19km
Uwe-Heinz: „Wir sind viel zu schnell!“

Auf in Runde 3, alles wie gehabt, Anstiege gehen, Berge rollen lassen, noch läuft alles recht gut. Berghoch wird’s anstrengender. Am Ende der dritte Runde treffen wir auf Danny, der von seinem Missgeschick berichtet und ich gebe ihm den Schlüssel, damit er sich umziehen kann.
Zeit? 3:30std für die Hälfte… Das heißt ja quasi 7:00Std-Kurs

Uwe-Heinz: „Wir sind viel zu schnell!“

Die 4te Runde beinhaltet schon viel mehr Geheinheiten, aber wir sehen das recht entspannt und haben ja auch Zeit, immerhin waren wir die ersten 3 Runden ja auch viel zu schnell.
Diesen Satz haben wir des Öfteren den Rest des Tages gehört.
HaWe und Günther, die Veranstalter des Laufs begegneten uns in dies Runde öfters. Da Danny und ich ja ein Spaß Video fürs Training zum PUM gemachten hatten. Wollten sie gerne sehen wie ich die Treppen in Lunges(Ausfallschritt) hoch gehe. In Runde 4! 5-6 Lunges hab ich gemacht und kam kaum runter, aber sie waren begeistert und der Lauf ist einfach Spaß und toll und da kann man so was machen. Zeit kostet es keine, viel Kraft auch nicht und selbst wenn, wir haben ja ein Superpuffer. Wir sind ja viel zu schnell!
Auf Dem Weg vom Berg runter und zurück zum Rundenende waren da plötzlich Wellen und Anstiege die man nicht wahrgenommen hat. Wir sind die jetzt lieber auch gegangen.
Am VP wieder fleißig gegessen. Danny sagte mir das Simone ihn abholt und gab mir den Schlüssel fürs Auto zurück.
Zeit? 4:45std… also 5min langsamer als die anderen Runden.
Uwe-Heinz: „Wir sind immer noch viel zu schnell! Wir machen jetzt etwas langsamer.“

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Runde 5:
Uns begleitet jetzt eine Kollegin von Uwe. Sie lief „nur“ 2 Runden hier zur Vorbereitung auf den Hermannslauf. Da konnte man ja jetzt nicht ganz so langsam machen. Die Vorletzte Runde ist für mich immer die Schlimmste, jeder Anstieg tut weh und auch die Treppen sind endlos.
Wir kommen am VP an, sie verlässt uns wieder und wir machen uns auf den Weg zur letzten Runde. Bestellen schon mal die Bratwurst für den Rückweg zum Start/Ziel.
Zeit? 6:10Std…. Rundenzeit 1:25
Uwe-Heinz: „Wir sind viel zu schnell! Das ihr jungen Kerle euch wieder beweisen wollt, sobald ne Frau in der Nähe ist.“ (er meint mich! Ich bin halt immer wieder angelaufen…)

Runde 6:
Die letzte Runde ist einfach toll. Man weiß, man kommt an, denn man muss ja eh zurück. Die Klamotten und das Auto stehen ja im Ziel. Zeit ist genug und alles was man läuft, läuft man heute zum letzten Mal. Die Welle zum letzten Mal und auch der harte Anstieg im Wald.
Die Treppen sind zwar jetzt richtig anstrengend, aber es sind die letzten für diesen Lauf. Oben wird nochmal ausgiebig geschnackt und sich für die tolle Hilfe bedankt.
Ich kippe nochmal Wasser in die Mütze, was ich seit Runde 4 schon mache, den in der Sonne auf den Treppe ist es warm. Es war aber perfektes Wetter, nicht zu warm und immer ein leichter kühler Luftzug.
Auf geht’s Richtung Rundenende. Wir gehen viel, traben auf den flachen Stücken immer wieder an und sind eigentlich gut am Laufen. Probleme hab ich eigentlich keine. Irgendwas meckert immer, aber keine Schmerzen oder so.
Am VP nochmal was trinken, austragen lassen und jeder mit  einer Wurst auf die Hand raus aus dem Berg und zurück zum Ziel.
Achja die Zeit: 7:32Std, also sogar noch 3min schneller als die Runde davor.
Uwe-Heinz: “ Wir sind viel zu schnell gelaufen!“

Wir machten uns gemütlich auf den Weg, aßen in Ruhe die Wurst und liefen ins Ziel ein. In 7:45:xx
Leider haben wir die vorgegebenen 50min nicht rausgelaufen, die haben wir an den VPs vertrödelt.

Duschen, umziehen, Siegerehrung und Tombola. Wo ich wieder nichts gewonnen hab. Uwe-Heinz hat min. 2mal was gewonnen. Danny 2013 und Dirk dies Jahr einen Startplatz für den Osnabrücker Landmarathon. Wahrscheinlich kommen wir dann im August wieder nach Osnabrück, aber der Lauf sah im Video einfacher aus 😉

Anschließendes Gruppenfoto im neuen Finishershirt in Neongelb. Ich behaupte es leuchtet im Dunklen. Und ab nachhause.

Normalerweise reicht der Lauf fürs Wochenende, aber ich möchte in Berlin an einer Sonderwertung teilnehmen, dazu muss man Samstag, den Marathon skaten und Sonntag laufen, also meldete ich mich für den Hannover Halbmarathon einen Tag nach dem PUM an.
Mit den Gedanken an letztes Jahr wo ich echt K.O. war, eigentlich blöde Idee, aber es ist ja eine andere Bewegung und diese Belastung, zwar in der falschen Reihenfolge, wollte ich mal testen.
Ich hab nur das Skaten aufgrund von Arbeit und der ganzen Lauferei vergessen und bin nur einmal schnell geskatet dies Jahr.
Durch die ganze Vorfreude auf den PUM, hatte ich den Wettkampf eh total aus dem Fokus verloren und musste Samstag Abend erst mal schnell schauen, wann Start in Hannover ist.
Also Sonntag wieder früh aufstehen, denn der Start ist um 8:43 Uhr, die krumme Zahl liegt am Handbikerstart, der um 8:40 ist.
Komischer Weise ging es mir blenden. Ich hatte keine Problem. Bisschen müdes Gefühl sonst nichts.
In Hannover angekommen lag ein längerer Fußweg vor mir, da die Strecke geändert wurde und ich somit nicht dort parken konnte, wo ich sonst immer stand.
Wenn man vor den Marathonis und 2Std vor den Halbamarathonis startet ist noch alles schön leer und ich holte schnell meine Unterlagen ab.

Nun lernte ich Luxus kennen. Ich bin seit letztem Jahr Mitglied beim Team Erdinger Alkoholfrei und die sind Sponsor in Hannover. Somit stand ein Mobil, fast neben dem Start,, dort konnte ich meine Kleidung abgeben, mich hinsetzen und bekam noch Essen und Trinken.

Kurz zur Treppe vom Rathaus. Maik, Stefan und Christel (endlich kennengelernt) begrüßt und dann ab zum Start.
Ich sortierte mich in der Mitte ein, nicht soweit vorne wie sonst, da ich nicht wusste was heute geht.
Wir liefen los und das Feld zog sich gleich in die Länge nach 1,5km hatte ich einen Zug gefunden an dem dranbleiben wollte/konnte. aber durch langsame Skater die nach hinten durch gereichten wurden verlor ich etwas den Anschluss und lief mit 4Leuten zusammen. Jeder machte mal ein paar Kilometer die Führung… So wie es sein sollte.
Wenn man so dicht hintereinander herfährt bekommt man so rein gar nichts von der Strecke mit, man achtet auf den Vordermann und die Straße. Gullis und ähnliches sind halt doof.
Wir waren aber recht zügig unterwegs und lagen weit unter 3:00min/km.
Die Strecke ist nicht ideal für Skater. Kopfsteinpflaster unebene und löchrige Straßen machen es nicht einfach.
Die zweite Hälfte ist auch etwas langsamer als die Erste. Ich musste mir 2-3 sagen das ich am Zug dran bleiben muss, denn obwohl das jetzt etwas schneller ist, ist es leichter als allein im Wind zu fahren.
Wenn man den Tag zuvor 7:45std unterwegs war und dann bei Kilometer 16 rechnet: Ich bin in weniger als 18min im Ziel, also gib alles. Funktioniert das super, denn 18min wirkt so wenig. ob wohl erst 75% der Strecke geschafft sind
Bei so Stellen wie der Unterführung der Bundesstraße mit richtigem Kopfsteinpflaster, entstanden mal Lücken, die ich dann wieder schnell zulaufen musste.
Bei Kilometer19, habe ich versucht nochmal zu beschleunigen, ging auch etwas, aber die Kraft war wirklich schon weg.

Ich erreichte das Ziel in 57:28 und stellte somit eine neuen persönliche HM-Skate-Bestzeit auf… 8sek schneller.

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