11. Bremen Marathon… STIMMUNG!

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Als Racebooker ist Bremen nun mal ein Pflichttermin, obwohl ich ja erst vor einer Woche in Berlin gestartet bin und bis Samstag mit den Nachwirkungen zutun hatte.
Ich habe mich bei den Racebookern als Pacer für 3:30 angeboten, mit der Aussage ich schau mal wie lange ich das halten kann. So entstand eine schöne Gruppe um Dirk, Michel, Michael und Oliver (der nach dem Weserwehr aufschloss)

Aber der Reihe nach. Ich hatte Gerd zu Besuch, mit ihm lief ich ja in Magdeburg und beim Thüringen Ultra als Staffel, er macht hier seinen 100sten Marathon oder weiter voll. Tolle Leistung.
Wir taffen uns am Samstag und holten zusammen die Unterlagen ab. Da merkte man schon das es das Heimrennen ist. Unterlagen erhielt ich von Hans-Werner, inkl. nettem Schnack, dann traf ich Björn, Michael und draußen noch Hugo.
Ich zeigte Gerd und seiner Frau noch etwas Bremen und machte mich nochmal kurz auf Arbeit. Gegen 21:30 war ich aber im Bett. Morgens zusammen gefrühstückt und mit dem Bus zum Start. Da Samstag Feiertag war und ich Teildienst hatte, Arbeitsbeginn 6:15Uhr, musste ich mit Auto fahren. An Sonn- und Feiertrage ist das Parken in der Innenstadt frei und so ließ ich mein Auto strategisch günstig am Markt stehen.
Wir deponierten hier unsere Sachen und ich gab den Schlüssel an der Rezeption im Hotel ab. So konnten wir nach dem Rennen schnell nachhause fahren.

Vor dem Start das übliche viele bekannte und aufgeregte Gesichter. Heute waren unsere Newcomer wichtiger. Hier mal n Schnack, da n Handschlag und dann war es schon Zeit fürs Foddo. Anschließend noch zu Dirks Familie und warm gemacht.
Im Startbereich dann Michel, Michael und Oliver eingesammelt und eingereiht. Es gab 2 Pacer für 3:30, die aber 50m auseinander standen. Egal. Wir machen unser Rennen und wenn die bei uns sind gut, aber meist sind die Pacer in Bremen zu schnell. Oliver ist wohl beim anderen Pacer geblieben. Ihm traue ich den Job auch zu. Wir treffen uns in letzter Zeit regelmäßig bei Veranstaltungen. Er war 2mal beim PUM (einmal erster, einmal zweiter), beim OLM haben wir kurz geschnackt und bei Thüringen Ultra hab ich ihn nochmal gut zu geredet beim vorletzten VP.

Das Rennen beginnt und natürlich gehen alle zu schnell an, ich versuche die Jungs von hinten etwas zu bremsen und wir laufen 4:50-4:55. Ich rechne fleißig mit und gebe Zwischenstände durch. Ich sabbel vor mich hin, denn ich hatte mein Highlight letzte Woche, jetzt sollen sie laufen und bisschen abgelenkt werden. Der eine Pacer ist weg… Am Werdersee hat er 1:30 Vorsprung auf uns und wir sind auf 3:24-Kurs. Ich rechne es der Gruppe vor, aber das Tempo passt und alle fühlen sich gut. Ich kenn ja nun die Vorbereitung der Leute und bin auch einige Kilometer mit ihnen gelaufen. Die können das alle.
In Berlin hat mir das Anfeuern der Zuschauer durch den Pacer gefallen, also mach ich das auch. Wenn größere Gruppen kamen, eine Laola angestimmt oder laut Stimmung gerufen…Habenhausen, Kilometer 10. Hier ist das erste mal gut was los, vor allem kurz vorm Deich, die brauchten keine Motivation, die heizten auch so ein. Die ganzen Wege sind bekannt schon so oft gelaufen. Wir haben nen nette Gruppe um uns rum und hinter uns schließt der Jürgen mit der 3:30 Gruppe auf. ich schnack ein bisschen mit ihm solange er bei uns ist. Unter der Erdbeerbrücke die erste Überraschung Thomas macht am VP mit, hab mich gefreut ihn zu sehen. Hier sprach mich auch ein Läufer, mit einem Osterholzer-Shirt, auf den Blog an und er findet ihn sehr gut (*stolz)

Es geht jetzt die Stader Straße entlang und über den Schulhof, das Stück mag ich am wenigsten, auf dem Schulhof wurde es recht eng, aufgrund von Bauarbeiten waren hier Container und viel Sand, dafür wurde man dahinter wieder von einigen Leuten begrüßt…. STIMMUNG!
Weiter zum Musiktunnel, eine Unterführung in der ein DJ immer ordentlich einheizt. Das Lied war gut, aber welches war es nochmal?
Durch eine kleine Straße ging es auf die Schwachhauser Heerstraße. Hier sagte ein älter Herr, da sind die Racebooker… Ich weiß nicht wer es war. Da vorne ist der andere Pacer, er hat wohl Tempo rausgenommen. Nochmal verpflegt und ein Gel rein in den Rhododendronpark. Hier laufe ich gern. Den Halbmarathon erreichten wir in 1:42std sehr konstant gelaufen, aber etwas zu schnell.
Es ging weiter nach Horn und hinter den Bahnschiene wo man Richtung Uni abbiegt waren wieder viele Menschen, ich ließ mich nach außen tragen… STIMMUNG! Wir überholten den anderen Pacer.
Den längsten Anstieg des Laufs hoch und hier wird es etwas ruhiger, der Zubringer zur Uni. Einige klagten über Durst, am Anfang sind die Verpflegungspunkte 5km entfernt, evtl. sollte man hier noch 1-2 reinsetzen. die 3-4Euro zahlen die Meisten gern.
An der Uni konnte man sich nochmal verpflegen, Dirk drückte ganz schön aufs Tempo und hatte 2-3Meter Abstand zwischen Michael und Michel. Ich lief zwischen ihnen und versuchte Dirk etwas zu bremsen. Er wollte aber nur zum VP und die Zusammenführung mit dem Halbmarathon besser timen.
Bei Kilometer 27 kommt das Halbmarathonfeld dazu und wenn man exakt 3:30 läuft ist man mitten im Hauptfeld und die laufen 5:45 und langsamer, man selbst 5:00 da wird das Überholen und Pace halten schwer. Wir waren ja schneller unterwegs und sahen auf der anderen Seite noch den 1:50 Pacer also gut getimt. Plötzlich tauchten Lars und Marcell hinter uns auf. Die beiden wollten den Halbmarathon in 1:45 laufen, also eigentlich exakt unsere Pace. Perfekt getimt! Das kann man nicht planen… Somit waren wir jetzt eine 7Mann-Gruppe. Rein in den Bürgerpark und an die Verpflegung, jetzt ist da schon mehr Gedränge. Hier roch es auch echt unangenehm.
Man läuft am Torfkanal bis zu den Messehallen und wieder zurück, in der Kurve standen wieder einige Leute Dirk und ich machten STIMMUNG!, er wurde dadurch so beflügelt, dass ich ihn bremsen musste um unseren Pulk zusammen zu halten.

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Frank kam noch dazu war aber schneller und ich mahnte Dirk ihn ziehen zu lassen. Auf Richtung Findorff . Die Damen am Straßenrand singen jedes Jahr das gleiche Lied. Da ich es erst neulich im Video von Frank gesehen hab, musste ich sehr schmunzeln.
Kilometer 30. Dirk läuft vor mir sehr Konstant Michael und Michel etwas hinter uns. Ich drehe mich um und rufe: „Nur noch eine Stunde!“ Ein Läufer fragt mich wie schnell wir laufen. „5er Pace!“
Michael bekam etwas Probleme mit der Kniekehle, war aber meines Wissen in Begleitung von Michel, Lars und Marcell, also bin ich mit Dirk weiter, damit er nicht allein laufen muss.
Nächste enge Stelle aufgrund von Bauarbeiten und am VP vor der Hemmstraße auf Andrea getroffen, die auch den HM lief. Wollte sie mitnehmen, aber sie wollte nicht. Jetzt die nächste Stimmungshochburg. Hemmstraße! Wir heizten das Publikum ein und liefen zügig durch. Richtung Speicherstadt. Dirk erinnerte sich nach dem Tunnel an einen privaten VP wo er einen Becher Cola ergatterte und den mit mir teilte. Wir überholten Manuela bei ihrem zweiten HM, sie meinte sie hat zu tun, da sie zu schnell angegangen ist, war aber kurz nach uns im Ziel, also nicht deutlich langsamer geworden. Kurz danach der nächste VP ich gab ein Gel einem anderen Läufer, ich hatte ein paar mehr mit.
Letztes Jahr war hinter dem Speicher, den man durchquerte, nix. Heute stand wieder ein DJ da und machte gute Musik… Rum um das Gebäude und am Becks Schiff vorbei Richtung Innenstadt. Kilometer 33-34 dürfte das sein und ich merkte die Beine richtig. Ich bin aber zum Dirk pushen da und nicht er für mich, also sein Tempo mitgehen. Es ging jetzt runter an die Schlachte, ab jetzt wurde an den VPs Cola versprochen. Der nächste war am Beginn der Schlacht und ich bekam auch meinen Becher. Ilka stand hier mit ihrem Lauftreff. Ich mag es bekannte Gesichter zu sehen. Die Schlachte war voll mit Leuten aber irgendwie recht leise. Also STIMMUNG! Dirk und ich heizten ein. forderten Laolas und bekamen sie. Er wurde wieder schneller… Am Martini-Anleger war er dann platt. Nochmal eine Engstelle aufgrund von Bauarbeiten, aber wir waren wenig Läufer. Ab hier bis zum Stadion kenne ich jeden Zentimeter, das ist mein Heimweg. Es sind 2,6km bis Mitte Stadion. Die letzten Jahre lief man hier sehr allein, dieses Jahr standen einige Leute, als wir einen größeren Trupp anfeuert, jubelten sie zurück, wirkten aber etwas überrascht. An der Fähre der nächste DJ. Das restliche Stück waren weniger Leute. Rein ins Stadion, dass ist jedes Mal toll, von Stolli als Racebooker begrüßt und hinterm Stadion die nächste Cola geholt, wir nahmen hier das Tempo raus gingen ein Stück und tranken in Ruhe.
Wäre Dirk nicht gewesen und so konstant gelaufen, hätte ich ab Schlachte langsamer gemacht. Aber ich wollte ihn ja unterstützen. An der Treppe in der Kurve, nochmal nach außen und STIMMUNG!

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Die Rampe hoch auf den Osterdeich, von Bremern gefürchtet, ich bin dafür schon zu viele Bergläufe gelaufen. Dirk hat zu tun … Das schon seit dem Weg zum Stadion. Er wurde immer ruhiger. Ich mich vor ihn gespannt und einfach aufs Tempo geachtet, ihn ran gerufen und motiviert mit den wenigen Minuten die wir noch haben. Es war für Bremer Verhältnisse fast Windstill, aber auf dem Osterdeich kommt er IMMER von vorne! Bei Kilometer 40,5 steht Marcus wie letztes Jahr am VP und auf der anderen Seite Steffi, nochmal in Ruhe getrunken und weiter geht’s… Die letzten Meter, durch die Unterführung und hier ist wieder Publikum Dirk lief vor mir und ich hinter her. Am Mexcal auf die Obernstraße und noch einige Läufer überholt. Als ich die Uhr im Ziel sah habe ich Dirk nochmal angefeuert Gas zu geben, evtl. bleibt sie für ihn bei 3:25:xx stehen. Ich konnte das Tempo aber selbst nicht mitgehen, außerdem kommt ein guter Hase als zweites ins Ziel. Am Ende fehlten ein paar Sekunden, aber das Ziel war ja auch < 3:30, das haben wir super erfüllt.

Meine Beine schmerzten am Nachmittag richtig. Heute geht es zum Glück etwas, aber müde und muskelverkatert sind sie noch ein paar Tage.

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