Twistesee Adventsmarathon Bad Arolsen

Da ich hier letztes Jahr zum ersten Mal gelaufen bin und meine Altersklasse gewonnen hab, hatte ich für dieses Jahr einen Freistart und war recht früh angemeldet.

Desweiteren war es der einzige Termin um mal wieder mit Antje zu laufen und Heiko zu treffen, also hab ich Urlaub genommen, um auch sicher starten zu können. Jetzt kam kurz vor dem Marathon der S-Bahn Marathon in Hamburg dazwischen… Den ich unbedingt laufen wollte.
Normalerweise wäre ich nicht nach Bad Arolsen gefahren, nur ein Tag nach dem anderen Marathon, aber ich wollte die beiden wiedersehen und außerdem hatte Heiko noch Flyer für den Lahntallauf für mich dabei.
Also habe ich meine Beine die ganze Zeit in Kompressionssocken gesteckt und versucht zu entspannen.
Auf dem Weg hatte ich echt Probleme mit den Waden, als wenn von hinten jemand mit der Faust drauf drückt. Das wird ein spannender Lauf. Ich wollte sehen wie weit es geht und mit 42,2km hab ich ehrlich gesagt nicht gerechnet.
Es regnete während der Fahrt auch ordentlich, was meiner Stimmung nicht gerade gut tat. In Arolsen angekommen mit Antje und Heiko geschnackt und dann Richtung Start gegangen. Vorher habe ich meine neuen Kompressionssocken über die ich noch bloggen werde angezogen und an den Waden war alles ok. Die Oberschenkel meckerten noch leicht. Jens Lukas war auch wieder da und mich mit ihm unterhalten. Am Start noch Frank getroffen und fast den Startschuss verpasst. Also mal loslaufen und gucken was geht. Antje ging es ähnlich und sie holte mich gleich ein. Sie wollte es wie letztes Jahr ruhig angehen lassen, immerhin ist sie mitten im Training für den 24 Stunden Lauf in Barcelona. Entspannt heißt bei ihr eine Pace von 5:00!
Das Wetter spielte mit, kein Regen und später sogar noch Sonne!
Wir liefen am See entlang und bei Kilometer 3 stand Heiko. „Antje Platz 4!“
Och nööö! Das Spiel hatten wir letztes Jahr viel später und bei Antje schaltet sowas einen Hebel um und sie ist im Wettkampfmodus, vor allem da die dritte Frau nur 200-300m vor uns war.
Es ging den ersten Berg hoch und Antje meinte sie merkt jetzt schon ihre Beine und heute wird es anstrengend, aber als Ultraläuferin kann man sich ja quälen und Marathon ist für sie ja schon fast Zielgerade.
Bei Kilometer 7,5 holten wir die dritte Frau ein. Ich wollte fragen ob wir sie überlaufen wollen, aber dachte mir das machen wir sicherlich. So war es auch. Mit einer Kilometerpace von 4:30 liefen wir an ihr vorbei und gleich einen Vorsprung raus. Weiter vorne war die zweite Frau zu sehen.
Es war schlammig, aber nicht so schlimm wie erwartet. Es ging viel auf und ab und auch lange geradeaus durch Senken, so konnte man weit nach vorne schauen. Bei Kilometer 18 geht es leicht bergab und dann wieder hoch, ganz gerade aus und wir holten die 2 Frau ein und beschleunigten wieder. Auf 500m liefen wir 30Sek Vorsprung raus.
Das laufen fiel mir erstaunlich einfach, aber die Oberschenkel bedankten sich bergab, aber ich wollte Antje unterstützen und so lange wie möglich bei ihr bleiben.

Kurz danach begegnet uns Heiko wieder. „2min zur ersten Frau!“
Jetzt kommt eine Schleife, landschaftlich sehr schön, aber da es leicht bergauf geht nicht ohne. Antje wollte etwas Tempo raus nehmen, da sie sonst blau wird, was sie aber mit Blick auf die Zeiten doch nicht gemacht hat.
Ich freute mich, dass mir HaWe entgegen kam, er ist eine Stunde früher gestartet…
Am Ende der Schleife war es nur noch etwas mehr als eine Minute, ab und zu konnte man das Begleitfahrrad sehen.
Am VP haben wir etwas langsamer gemacht und jetzt konnte man gut bergab rollen lassen.
Am härtesten Berg mussten wir zum Schluss gehen. Aber die Führende war nur noch 30-40sek vor uns. Antje meinte zwar sie kann nicht mehr, aber da die Führende nicht weg kam, kann sie ja auch nicht mehr. Es ging durch den Wald und leicht bergauf zum VP bei Kilometer 34. Den kannte ich ja schon vom letzten mal. Wir erreichten ihn gleichzeitig mit der Führenden, jetzt kommen 3km bergab… Antje lief früher los als sie. Ich wusste hier werden sich unsere Wege trennen. Ich kann mit fitten Beinen bergab nicht mithalten und jetzt brannten die Oberschenkel richtig.
Den ersten Kilometer liefen wir noch zusammen in 4:22!
Die andere Frau kam nicht mehr mit, ich schickte Antje vor und lief mein Tempo. Das Fahrrad war noch hinter mir, hat er nicht gemerkt dass Antje vorne ist? Am Fuße des Bergs überholte er mich dann. Die andere Frau war hinter mir und kurz nach einer kleinen Kuppe überholte sie mich. Man konnte hier in den nächsten Ort blicken, dort war Antje schon, ich kam eine Minute später an. D.h. sie hat mir 1min auf 3km mitgegeben. Heiko erwartete mich, er lief neben mir her und wir schnackten kurz. Am VP trank ich in Ruhe eine Cola und sah Antje in der Ferne.
Jetzt geht es über harte Wege mit groben Schotter zurück zum Twistesee. Ich konnte mein Tempo halten und auch die Frau und noch andere Läufer überholen. Am See sah ich Antje wieder. Ich lief mein Tempo weiter und der Abstand wurde kleiner. Sie war platt. Die andere Frau zum Glück auch.

Ich lief die Lücke zu, aber lies kurz vorm Ziel einen gewissen Abstand. Nicht die Fotos für die Zeitung versauen. So kam ich mit 3:29:07, 6sek nach ihr ins Ziel.

Antje bekam als Pokal einen 2,5kg Schokweihnachtsmann!

Ich war sogar 2min schneller als letztes Jahr. Also 2 Marathons mit 30std kann man mal machen, ist aber echt nicht angenehm und am Abend habe ich mit Kompressionssocken geschlafen, anders wäre es nicht gegangen.

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2 Kommentare

  1. Du hast es einfach drauf, mein Lieber, und immer, wenn ich Dich gesehen habe (Begegnungsstück und Zieleinlauf), sah das sowas von entspannt aus…

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