PreSilvesterlauf 2015

Foto 27.12.15, 10 28 50Seit meiner ersten Teilnahme am Süntel bin
ich bei Facebook mit Michael Hartmann befreundet und jedes Jahr veranstaltet er einen Lauf kurz nach Weihnachten, recht entspannt als Gruppe, und jedes Jahr lädt er mich dazu ein.


Dies Jahr hatte ich zufällig frei und es ging dies Jahr auf den Brocken.
Da ich die meisten Mitläufer vom  KiLL und Süntel-Trail her kenne, wollte ich gerne mitlaufen und auf dem Brocken war ich ja auch noch nicht. (was die anderen Läufer nicht glauben konnten) Ich musste Samstag aber noch bis 21:00 arbeiten und der Start sollte Sonntag 07:00 sein, also war mein Erscheinen nicht sicher.

Der Wecker ging kurz vor 4:00 und ich machte mich auf den Weg zu einem Parkplatz im Harz, immerhin sind es über 200km Anfahrt, gegen 6:30 war ich Vorort. Ein Auto stand schon und die anderen trudelten auch alle ein. 12 Läufer und ein Hund waren wir insgesamt.
Nach der Begrüßung im Dunklen, wo ich echt überlegen musst, ob ich mein gegenüber schon kenne, ging es auch schon los.

Ein kleines Stück parallel der Straße und auf der Straße gleich bergan auf den ersten Trail. Zum Glück ist mir am Vortag noch eingefallen, dass es um 7:00 Uhr ja noch dunkel ist und ich die Akkus meiner Lampe aufladen sollte. Es ging erst matschig steil berghoch, hier blieb mein Schuh zum ersten Mal stecken und ich musste ihn mir von einem anderen Läufer geben lassen. Ich trage meistens Schnellschnürsysteme, da wenn diese zu eng sind mein Fuß einschläft, waren sie zu lockerer, für diese Bedingungen zu locker.
Der Untergrund wechselte, es ging über große Steine und Wurzeln, weiter bergauf und die Gruppe zog sich auseinander. Im Dunklen, bei Nebel, bergauf ist das einfach nicht meine Strecke. Den Track hatte ich aber auf die Uhr geladen. Oben wurde aber gewartet und es ging auf Frost- und Wanderwegen weiter. 3km waren gelaufen, ich habe gehofft, dass es nicht so bleibt, denn das wären harte 30km geworden. Es wurde nie wieder so schwer.

Wir arbeiteten uns immer weiter den Berg hoch, es wurde immer steiler und der Untergrund wechselte von festem Sand zu Panzerplatten und Asphalt. Wir liefen irgendwann parallel zur Schiene der Brockenbahn, leider fuhr noch kein Zug. Obwohl wir um 7:00 laufend gestartet sind, waren wir nicht die ersten oben auf dem Berg.


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Aber das Timing war super, Die Wolken rissen etwas auf und wir hatten einen schönen Sonnenaufgang. Der aber recht kurzweilig aufgrund des starken Winds war, welcher beim Aufstieg schön von hinten geschoben hat.

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Oben war es recht kalt, ich zog mir mein Buff ins Gesicht und hinter dem Felsen auf der Spitze versteckten wir uns im Windschatten. Björn ein einheimischer Läufer war in kurzer Hose hier. Bei dem Anblick war mir schon kalt.

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Kurz das obligatorische Foto vor der Tafel am Stein und an der anderen Seite auf Panzerplatten wieder runter.Man hatte einen schönen Blick auf die Täler, mitunter kann es hier oben auch anders sein und man sieht nix außer Suppe.

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Jetzt zeigten sich die Unterschiede zwischen Bremer „Deichläufer“ und den anderen. Einige ließen einfach rollen und vor allem Tanya war einfach verschwunden. Es ging lange und sehr steil bergab, uns kamen viele Wanderer entgegen. Tanya wartete unten an der Rangerhütte auf uns und wir sammelten uns.

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Jetzt kommt der schönste Teil des Laufs, wir liefen auf einem Trail des Hexenstieg Ultras, neben uns ein Bach und wir in einem kleinen steinigen Bachbett. An vielen Stellen musste man gehen und sich den richtigen Weg suchen, um nicht ständig nasse Füße zu haben. Das Wasser war sehr kalt und durch das ganze Eisen im Berg hatte es einen rötlichen Ton.

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Der Trail war recht lang und das Feld ging wieder auseinander, im Anschluss wurde wieder gewartet. Ich teilte meine Bifi mit Clarkson (dem Hund. Er wird den Süntel-Trail laufen und wahrscheinlich vor mir ins Ziel kommen 😉 ) und es ging weiter in den Wald.

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Jetzt kamen viele Holzbrücken und Stege die recht rutschig waren und die schlammigen Schuhe machten es nicht besser. Nach meinem Sturz von neulich bin ich besonders vorsichtig rüber.

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Wir kamen nach Torfhaus und überquerten die Straße und liefen ein Stück auf dem Märchenweg, irgendeine Märchengestalt hat sich einen Weihnachtsbaum hingestellt.

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Der Weg war fast komplett unter Wasser oder verschlammt, es gab immer wieder Holzbrücken und Stege. Björn samt Hund fegten durch den Matsch. Ich verlor zum zweiten mal meinen Schuh.

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Am Oderteich ging es dann wieder zurück zu den Autos.
Jetzt war der Parkplatz voll.
Wir benötigten 3:40Std. für die Strecke. Es hat Spaß gemacht und es ergaben sich viele tolle Gespräche. Der Brocken/Harz hat mich nicht das letzt Mal gesehen!

Nach einem kurzen Schnack auf dem Parkplatz zog ich mich um machte mich wieder auf den Weg nach Bremen.

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