Hallenmarathon Senftenberg… Marathon als DNF

Zum Jahresauftakt ging es diesmal nach Senftenberg, tief in Brandenburg. 50km sollten es beim Hallenmarathon werden. Die Runde ist 250m lang und hat 2 Steilkurven, also heißt es 200 Runden zu laufen.
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Angereist bin ich Sonntag morgens, ich habe mir die Strecke aber geteilt und ausgenutzt dass mein Arbeitgeber ein Hotel in Leipzig hat. Somit konnte ich da günstig übernachten und Essen.

Nachdem ich meine Startunterlagen geholt hab und Flyer für den Lahntallauf verteilt hab. Kurz noch bekannte Läufer begrüßt und mich etwas warm gemacht. Dabei schon mal die Kurve und die Indoorfunktion meiner Suunto getestet. Auf einer Runde eine Abweichung von 20m ist ok. Also in die Startaufstellung und los. Es kann Marathon oder halt 50km gelaufen, somit waren Platzierungen nicht wirklich Übersicht. Die waren mir aber auch relativ egal. Ich wollte unter 4:00 Std. bleiben.
Ich lief also laut Uhr 4:40-4:45 pro Kilometer. Da einige Läufer hier Wettkämpfe sammeln, sind die Geschwindigkeiten sehr unterschiedlich. Ab der zweiten Runde ging das Überholen los. Dazu musste man in der Kurve, die Steigungen hoch. Was sich als recht anstrengend entpuppt, eine normale Fußstellung, nach vorne, war nicht möglich und die Innenseite des linken Fußes (Innenbahn) musste man in die Bahn drücken. So merkte ich schnell die Belastung und die Beine meckerten gleich etwas. Was nach einigen Runden aber weg war.
DSC_0157Durch die vielen Runden war ein Rechner nicht immer so einfach. Nach 15km fiel mir auf, dass ich viel zu schnell war. Auf 3:45 Kurs! Auf die Indoorfunktion war also doch kein Verlass. Also musste ich meine Pace der Uhr etwas anpassen und Tempo raus nehmen, somit Stand auf der Uhr jetzt 5:10 und ich hoffte das es ca passt.
Ich lag von Anfang an auf Platz 4, was sich aufgrund der Überrundungen raus kristallisierte. Eine Runde hinter dem dritten.

Nach 25km hatte ich immer noch 4min Vorsprung auf meine gesetzte Durchgangszeit. Also konnte ich weiter etwas langsamer machen und bei den schnelleren Läufern in der Kurve dahinter bleiben, um dann auf der Geraden zu überrunden.
Ab Kilometer 30 machten sich Blasen bemerkbar, auf beiden Ballen. In den Kurven rutschen die Füße etwas zur Seite. Meine normalen Marathonwettkampfschuhe waren evtl zu hart.
Bei km34 musste ich auch noch schnell die Toilette aufsuchen und verabschiedete mich im Kopf schon von der Zeit. Ich lief weiter und versuchte das Tempo zu halten.
Ich versuchte gegen zu rechnen wo ich bei einer Pace von 5:00 am Ende landen würde, dass dürfte das mögliche Tempo sein. Es sollte noch in der Nähe von 4:00 sein.
Aber die Füße meldeten sich weiter.
Bei 40km hätte ich schon unter 5:00 laufen müssen, so entschied ich den Lauf bei der Marathondistanz zu beenden (die Option gibt es) und mir die Füße nicht zu sehr zu versauen. Immerhin startet bald das Training für Basel.  Für meine Erdingerpunkte und die Landkarte ist das gut, somit MUSS ich nicht mehr nach Brandenburg.

Den Marathon beendete ich offiziell in 3:20 Std., die Verkürzer werden in einer Extrawertung geführt. Was ich auch gut finde, denn sonst hätte ich den Marathon gewonnen. Zum einen will ich fürs Aufgeben nicht noch einen Pokal und es hätte evtl. ein falsches Bild von mir gegeben… Verkürzen, da er in der 50km Wertung nicht aufs Podest kommt…
Es soll so verbissene Läufer geben, ich gehöre nicht dazu!

Normalerweise würde ich sagen, ich muss die 50km nochmal laufen und beenden, aber die Halle war jetzt nicht so prickelnd und über 1000km Fahrt sprechen eher dagegen.
Mal schauen

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