Osterlauf bei den Ultrafriesen oder Laufen nach Plan

Die Ultrafriesen veranstalten jedes Jahr zu Ostern eine Laufserie mit 4 Marathons in 4 Tagen. Da ich in der Gastronomie nicht 4 Tage zu Ostern frei bekomme, lief ich heute nur den Ersten der 4 Läufe. Das Navi führte mich tief ins platte Land nach Neuenburg und ich hoffte, dass alles richtig eingegeben ist. Ich war eh schon etwas spät dran.
Kam aber 15min vor dem Start an.

Ich bin ja gerade im Training für Basel und hatte diese Woche ziemliche Motivationsprobleme. Wenig geschlafen und echt keine Lust auf die Intervalle (10×1000 in 3:55), also kam mir der Marathon gerade recht. Sonntag steht in meinem Trainingsplan 30km mit Endbeschleunigung, also änderte ich das etwas und machte diesen Lauf heute.
Schön ist es, bei diesen Läufen kenne ich quasi das komplette Starterfeld und einige waren sehr überrascht mich zu sehen. Ich habe mich gefreut mal einige Läufer wieder zu sehen, denen ich momentan eher nur über Facebook folge.
Der Plan war also die ersten 32km in <5:00 zu laufen und dann das Tempo anzuziehen.
Bei diesem Lauf ging es über 8 Runden und aufgrund der Strecke waren es offiziell 42,8km.
Ich lief also gleich vorne raus und hielt mich an die Pace, nach einem Kilometer wurde ich vom ersten Läufer eingeholt, wir unterhielten uns kurz, aber er war ein Tick schneller und lief vor. Das schwierige hier ist es nicht mitzugehen, obwohl es nur 10-12sek schneller war als ich wollte.
Brav an den Plan halten!
Zuhause habe ich meine Ausrüstung kontrolliert, ist die Uhr geladen und auch der MP3-Player? ja! Am Start wollte dann der Player nicht ins Musikmenü, also ohne Musik laufen und der Lauf sollte recht einsam werden, so dass ich nach der ersten Runde am VP einkehrte und schnell das Handy aus dem Auto holte. Das kostete mich etwa eine Minute. Endlich Musik auf den Ohren. Jetzt war ich dritter, aber die Platzierung spielte ja heute nur eine kleine Rolle. Ich lief mit einem Läufer bis Kilometer 15 zusammen, am Verpflegungspunkt, der in einem Unterstand neben der Strecke war, lief ich früher los und unsere Wege trennten sich. Der Verpflegungsstand war wie zu erwarten mit allem bestückt was man wollte. Von Gummitieren, Obst, Schmalzstullen, sehr leckerem Kuchen bis hin zu Malzbier und Cola. Jeder Läufer hatte eine persönliche Tasse. Was ich bei solchen Läufen mag, spart Müll.
Langsam überrundete ich die ersten Läufer, ab Kilometer 20 bin ich jede Runde zum VP, was mich ca. 20-30sek Zeit kostete, aber es sollte ja nur Training sein. Ich testete auch mal wieder etwas rum… Äpfel stört mich immer noch die Schale, da sie gern am Gaumenbändchen kleben bleibt. Gurken sind doof. Man hat danach 5km halt diesen Geschmack im Mund. Bei 15 und 30km nahm ich Gels.
Die Strecke war wie zu erwarten brettflach, aber es wehte etwas Wind und regelmäßig gab es leichten Nieselregen, ich lief in meinem neuen, kurzen „The Flash“ Kompressionsshirt was ok war, außer der Wind frischte zu sehr auf.
Als ich dann die 6te Runde beendet hab. Zog ich wie geplant das Tempo an und musste auf den ersten 2km das Gefühl dafür finden. Ich lief unter 4:30 und hielt das bis ins Ziel. Da die Strecke ja 600m länger war als üblich, verpasste ich knapp die 3:30Std.-Grenze trotz Endspurt und beendete als dritter den Lauf. Ich traue mir zu, dass ich 5-6min schneller gewesen sein könnte und somit um den Sieg mitlaufen hätte können, aber das war ja nicht das Ziel Das wichtigste ist, dass ich den Trainingsplan eingehalten hab und sehr konstant gelaufen bin.

Schnell aus den Klamotten raus und was warmes anziehen, was mit einem nassen Kompressionshirt echt eine Aufgabe ist, sollte ich sowas mal bei einem Lauf tragen wo ich richtig platt ins Ziel komme, brauche ich Hilfe! Das liegt an wie ne Pelle!

Die Serie der Ultrafriesen ist wirklich toll organisiert und es sind viele nette Läufer da. Ich muss echt mal versuchen Ostern frei zu bekommen, um alle 4 zu laufen.
Als „Medaille“ gab es eine Flasche selbstgemachten Eierlikör. Danke dafür!

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