Süntel-Trail 2016… Keiner will mit!

Wie jedes Jahr ging es wieder zu Helmut zum Süntel-Trail…
Danny war auf der Gay-Pride in Holland, aber Jan und UHB wollten mitkommen. Leider mussten beide kurzfristig absagen und somit machte ich mich allein auf den Weg nach Bad Münder!

Da es schon meine 4te Teilnahme beim Süntel ist und im Grunde eh immer die gleichen Leute kommen, war das nicht das große Probleme. Dies Jahr lag aber ein Fluch auf dem Süntel, viele Teilnehmer sagten noch ab.
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In Bad Münder angekommen, traf ich auf Stephan (den ich vom letzten Jahr, KiLL und Senftenberg kenne), der schon einige Wettkämpfe in den letzten Wochen gelaufen ist und nächstes Wochenende den Mauerweglauf laufen wird. Er wollte von 80km auf 50km verkürzen, aber fragte mich noch was/wie ich laufen will. Da ich ja auch eine Woche vorher beim Run for Fun war, wollte ich es ruhig angehen lassen. Also entschieden wir zusammen zu laufen.

Nach dem Abendessen mit viel schnacken ginge es ins Bett, immer hin ging der Wecker um kurz vor 5:00 Uhr. Beim Frühstück tauchten die anderen Läufer noch auf, Briefing fiel aus (hört eh keiner zu) und ich ging nochmal aufs Zimmer um den Rucksack, dropbag zu holen und noch mal auf Toilette zu gehen. Ich bummelte etwas und kam 3min vor Start aus der Tür.
Natürlich das GPS-Gerät noch nicht an. Beim Startschuss suchte es noch nach Satelliten, aber die Uhr hatte schon ein Signal. Also liefen wir los. Den ersten Berg recht zügig in einer Gruppe von 7 Leuten. Es war recht feucht und sehr nebelig.
Ich wunderte mich etwas über das Tempo von Stephan, wollte er nicht ruhig laufen? Er nahm aber oben schon Tempo raus, zum Glück, wäre sonst ein echt harter Lauf geworden.
Wir navigierten mit der Uhr, da unsere beiden Geräte kein Signal bekamen. Ein bisschen kennt man die Strecke ja noch vom Vorjahr, aber im Deister bin ich unsicherer, als im Süntel.
Die Waschrinne zum Springer Steinbruch war sehr rutschig und ich machte ganz langsam. Die anderen Läufer hatten wir aber noch im Blick. Am Steinbruch verpassten wir nen Abzweig und bewegten uns aber so nah am Originaltrack, dass die Uhr erst später die Abweichung bemerkte.
Wir liefen dann über einen Forstweg zurück zur Strecke. Jetzt ging es bergab und wir konnten gut laufen. An 2Stellen piepte uns die Uhr zurück, dass waren immer so 400-600m Extrastrecke. Meine Stimmung war nicht so gut, immerhin hatten wir ja immer noch kein Signal auf den Navis!
Kurz vorm Verpflegungspunkt kamen wir aus dem Wald und an eine Kreuzung wo 2 Wege fast in die gleiche Richtung führten, wir nahmen den falschen und machten noch ein paar Meter mehr.
Am Ersten VP startete ich das GPS-Gerät neu und hatte endlich ein Signal, jetzt konnte man sich endlich orientieren. Es ging entspannt weiter, mit regelmäßigen Gehpausen und ruhigem Tempo.
Das Wetter war zum Laufen ideal: bedeckt und nicht warm.
Am zweiten VP hatten wir schon einen guten Rückstand auf die Anderen, aber wir waren nicht letzter und immer noch im Zeitfenster also alles gut.
Jetzt ging es zum ersten Mal zum Süntelturm hoch. Die Anstiege haben es schon in sich. Oben angekommen, den richtigen Weg auf Anhieb gefunden und nach dem Trail konnten wir schön laufen. Hier macht sich der Unterschied meiner Begleiter bemerkbar. Laufe ich jetzt mit Stephan zusammen, lief Danny vor und ich holte ihn auf Geraden oder berghoch wieder ein.
An der Pappmühle verpflegten wir uns ordentlich und ich legte meine Regenjacke ab. Laut letzten Wetterbericht den ich gesehen hab. Sollte es Vormittags regnen und dann besser werden.
IMG_8466Der Weg zum Hohenstein lief gut und wir haben auch keinen Abzweig zu früh genommen. Oben kamen wir in einen ordentlichen Platzregen. Wir stellten uns 3-4min unter und liefen dann weiter. Auf den Stufen war das Laub jetzt sehr rutschig und man musste etwas aufpassen.
Das Totental war wieder einer der schönsten Abschnitte. Die Blutbachquelle wird von Jahr zu Jahr leerer. Oben angekommen ging es wieder los mit Regen. Ein Glück habe ich die Jacke abgelegt…
IMG_8521Also liefen wir jetzt durch den Regen bis zur Südwehe. Hier war das Gestrüpp brusthoch und schön nass. Anschließend ging es auf Forstwegen weiter. Ich hatte mir eine Energy Drink Dose mitgenommen. Bis auf die „steinerne Treppe“ und die Panzerplatten kommt nichts mehr, also gönnte ich mir meine Belohnung.
An der DRK-Hütte mussten wir uns den Weg zum Trampelpfad suchen und sind irgendwann einfach durchs Gebüsch.
Kurz vorm nächsten VP geht es noch über die „steinerne Treppe“, ein steiler Anstieg mit großen Steinen. Hier war es richtig glatt und die Läufer vor uns sind auch ordentlich gerutscht, dass konnte man an den Abdrücken sehen.IMG_8531_shrp-1

Also wir dann auf den Forstweg kamen, holte uns ein 50km-Läufer ein, aber er war noch frisch und eh schneller als wir, so lief er nach kurzem Schnack weiter.
In Hamelspringe war der nächste VP und die Sonnen kam raus. Es wurde schnell sehr warm.IMG_8533
An dem VP wechselte ich Hose, Socken und Schuhe. Das Ersatzshirt hab ich in Bremen vergessen…

Jetzt waren es noch knapp über 20km bis zum Ziel, „nur noch“ einmal hoch zum Turm und dann Zurück zum Start. Wir mussten uns erstmal noch an nem Zaun vorbei drücken wo die Brennnesseln knapp 2m hatten.

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Die Panzerplatten waren etwas rutschig und der Anstieg sehr anstrengend nach der langen Strecke. Oben angekommen ging es auch gleich wieder runter. Wieder ein steiniger Trail und jetzt mit Straßenschuhen noch rutschiger, also langsam…
Wir liefen viel, aber langsam. An der Eulenflucht hat diesmal jemand gemäht und man sah den Weg sofort. Jetzt geht es auf Forstwegen in Wellen zurück zur Bergschmiede, kurz dahinter geht es steil bergab und ich ließ Stephan ein Stück vor laufen, der letzte VP kommt ja gleich. Dort nochmal Wasser aufgefüllt und etwas gegessen und weiter.
Über die Felder, wo es in den letzten Jahren so heiß war ging es wieder zum Bahnhof und durch ein Wäldchen zurück zum Golf und VP1. Hier setzte nochmal ein ordentlicher Schauer ein, aber das Ziel war ja nicht mehr weit. wir liefen also durch den Regen und an der Bundesstraße entlang. Zwischendurch, vor allem bergauf sind wir wieder gegangen, Zeit war uns beiden ja nicht so wichtig.

Das Ziel erreichten wir in 12:45Std, damit langsamer als mit Danny im Jahr zuvor, ohne wirklich gebummelt zu haben.

Der Termin für den nächsten Süntel-Trail steht schon fest und dann wieder mit allen „Bremern“ und hoffentlich auch Jan und UHB!

Bilder: Frank Jungclaus

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