LiDoMa VIII… Lord of the ring Edition

 

Frank Pachura veranstaltet jedes Jahr einen Marathon und meistens sind sie sehr ungewöhnlich. Es ging schon durch ein Mais-Labyrinth oder durch einen Schlosspark.
Diesmal wurde er als Lord of the Ring Edition angekündigt. Ich wollte schon seit Jahren mal bei Frank laufen und als großer Herr der Ringe Fan musste es dieser unbedingt sein.
Petra hab ich noch dazu überredet und wir machten uns Sonntag auf den Weg nach Werl, denn da auf der Motocross Strecke sollte dieser Lauf stattfinden.
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Vorort traf man wieder die üblichen Verdächtigen bei solchen Veranstaltungen… Cabanauten, Christian Pflügler usw.
Kurz mit allen geschnackt und vorbereitet, anschließend Briefing am Hang und dann Start. Der Betreiber der Strecke sagte auch noch ein paar Worte und hatte ein süffisantes Grinsen im Gesicht. Er ahnte was uns erwartet.

Ich sortierte mich weiter vorne ein und wollte mal gucken was geht. Die Eckdaten sind ähnlich wie Bad Arolsen und da bin ich schon 2mal unter 3:30 geblieben. Der Lauf ist aber mit nichts zu vergleichen.
Man läuft 1400m auf der Bahn und dann noch 2100m außen rum, somit muss man 12 Runden laufen und die 800 Höhenmeter pressen sich auf etwas über 16km.

Auf der Bahn ist Lehmboden, der ziemlich gut an den Schuhen haftet und man hätte locker mit Straßen- und nicht Trailschuhen laufen können. Wurden gleich glatt.
Ein richtiger Rhythmus kommt durch die Anstiege und Kurven nie zustande.
_ch_1695Dann kam der erste Anstieg, alle Anstiege sind sehr steil und wir rutschten gleich weg… Jetzt schon? was passiert wenn hier über 60 Läufer 10x lang sind? Ich fragte, ob nachher Seile ausgelegt werden.
Die anderen Läufer kamen auch zum Hügel und soviel Gelächter hab ich auf den ersten Kilometer noch nie bei einem Marathon gehört. Langsam ahnten wir, auf was wir uns hier eingelassen haben.
_ch_1547Am höchsten Punkt der Strecke ging es auch gleich zum tiefsten Punkt, der Abstieg war richtig steil und an laufen war da absolut nicht zu denken. Man musste sich schon konzentrieren…
14390835_10207186472044692_3979958269326796712_n_dh_2189Danach kam eine Buckelpiste, die in den ersten Runden auch Spaß gemacht hat. Später wurde alles sehr anstrengend.
Man schlängelte sich über den Parcour und konnte so oft die anderen Läufer sehen.

Als es dann raus auf den Rand der Strecke ging, dachte ich dass man hier durchschnaufen und etwas Zeit gut machen kann. Das war aber ein Irrglaube. Der Boden war so uneben und mit Löchern durchzogen, dass man richtig aufpassen musste. Man hatte hier oben aber einen tollen Blick in den Kessel (Strecke)
14333019_10205332678836770_4948364592452427981_nMan umrundete quasi die komplette Strecke erst oben und dann unten in die andere Richtung. Die letzten 500-600m konnte man ordentlich auf Schotter laufen.
Um eine kleine Hütte rum ging es zum Verpflegungsstand, den ich in der ersten Runde ausließ und dann immer ansteuerte. Hier gab es gefühlt wieder alles. Von Gummitiere bis Cabanossis.
Durch die 3 verschiedenen Streckenteile war das ganze recht abwechslungsreich und man konnte sich die Runde gut zerhacken.

Ich lief kurz mit einer anderen „PUMmel“ und dann die meiste Zeit alleine. Bald ging das Überrunden los und für ein kurzen Schnack war immer Zeit. Ein weiterer Läufer überholte mich und ab der 6ten Runde nahm ich noch etwas Tempo raus und gönnte mir Geheinheiten am Anstieg.
Die Begleiter von den andern Läufer feierten uns ordentlich an und waren unermüdlich.
Thomas, den ich über Holger heute erst kennen gelernt hab schloss auf und wir liefen 2 Runden zusammen. Bergab war er aber etwas stärker und allgemein wirkte er fitter. Nach einem langen bergab Stück ließ ich ihn ziehen. Es waren auch nur noch 3 Runden.

Es war jetzt langsam egal ob bergauf oder -ab, es tat richtig weh. Diese Strecke kostete ziemlich Kraft und ich merkte wie ich immer leerer wurde.

Wenn ich Runden laufen muss, dann sind 10-20 ganz angenehm. 3 Runden klingt viel weniger, als 10,5km und so drehte ich meine Runden. Zwischendurch überraschte mich Carmens Hund, der mir plötzlich auf ner Bergkuppe entgegen kam und so dreckig wie er war, richtig Spaß gehabt hat, heute.

14332942_10207186468804611_3754087286368878937_nBeim letzten mal am Verpflegungsstand kam ein Läufer zügig von hinten ran gelaufen. Ich war mir nicht sicher ob ich ihn schon überrundet hatte oder er mich gleich auch noch überholen wollte. Die Platzierung war eigentlich egal, aber so war es nochmal eine gute Motivation sich zu beeilen und ich beendet den Lauf vor ihm in 4:21 Std.
5a5a1926Ich wartet noch auf Petra und wir machten uns wieder auf den Heimweg.
Die über 2Std Fahrt haben sich für diesen Lauf echt gelohnt. Tolle, besondere Veranstaltung und wenn Läufer die Finger im Spiel haben, merkt man die Mühe die sich gegeben wird.

Bilder: Fototeam Hamm, Petra Rademacher, Tim und Struppi

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