Gezeitenlauf Otterndorf

Dieser Lauf stand schon lange auf der Liste, hab ich doch vieles gutes gehört und die DUV hat da letztes Jahr auch die DM im 6 Stundenlauf veranstaltet, also kann es nicht so schlecht sein.
Leider ist dieser Lauf meistens am Samstag vor dem Bremen Marathon und Bremen geht bei mir immer vor.
Dieses Jahr war er eine Woche später.

Somit ging es Samstag mit Seppo und Stefan nach Otterndorf, in die Nähe von Cuxhaven.
Die Strecke geht um einen See rum, in der Mitte ist eine Insel mit Bungalows und an der Nordseite läuft man direkt hinterm Deich. Recht schöne Gegend für Urlaub.
Das Wetter war recht gut zum Laufen, angenehm kühl und es blieb trocken. Hinterm Deich herrschte aber ordentlich Wind.

Ich traf viele bekannte Läufer, immerhin haben die Ultrafriesen hier ihre Vereinsmeisterschaft ausgetragen. Jeder Starter erhält eine schöne Tasse und einmal Heringe in Sauce (die spendete ich gleich mal Seppo)
Beim Umziehen war ich dann aber froh noch die Armlinge eingepackt zu haben, denn durch den Wind war es echt kalt.
img-20161008-wa0003Kurz noch mit einigen Läufern geschnackt und dann orientierte ich mich zur Startlinie. Ich stellte mich nach ganz vorne, denn ich wollte testen wo ich momentan stehe. Habe ich doch lange nichts mehr in meinem Tempo absolviert.
Ich habe ja immer drei Ziele bei einem Lauf, hier waren es: mindestens 65km, 68km wäre top, 70+ ein Traum.
Nach dem Start lief ich sogar ein kurzes Stück ganz vorne, bis der spätere Sieger und ein paar andere Läufer mich überholten. Platzierungen waren heute aber nicht das Hauptthema, sondern die Weite.
Ich liefe mit einer Pace von 4:55, was am Ende 73,x Kilometer entspräche. Einfach ein bisschen Puffer für Verpflegung und Toilette.
Ich kontrollierte das Tempo fleißig, damit es nicht zu langsam wird.

Die ersten Runden liefen gut, die Strecke ist 3,2xxkm lang und somit wären es für 70km 22 Runden… Das klingt besser.
Ich nahm am Verpflegungsstand am Anfang Obst und Cola, der Stand änderte sich mit der Zeit etwas, später Laugengebäck und Gummitiere.
Auf halber Runde gab es noch Wasser und später auch Cola.
Die Strecke hat minimale Wellen und ist fast ausschließlich fester Sandboden. Am Deich ist Teer.
Der Wind machte einen nur am Deich zu schaffen, sonst war man geschützt, aber hier lief man fast gegen eine Wand.

Bis Kilometer 30 lief es sehr konstant, dann nahm ich mir mehr Zeit am VP und ging immer ein Stück mit der Verpflegung. Nach ca. 3Std. wurde ein Monitor mit der Rundenanzahl und Platzierung aufgestellt. Ich war Sechster und kämpfte mich zwischenzeitlich bis auf Platz 4 vor.
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Es gab eine Markierung für den Marathon auf der Strecke, diese passierte ich 5Sek schneller als die Woche zuvor in Bremen. Langsam ließen aber die Kräfte nach und das Gehen nach den beiden Verpflegungspunkten wurde immer länger. Kurz vor 4 Stunden überrundete mich der Erste.

Dadurch das ich so viele Läufer kannte, überrundete ich immer mal wieder nen Bekannten und konnte 1-2 Sätze wechseln.
Die 50km beendete ich nach 4:12Std. kurz vorher war ich auf Toilette und das loslaufen war der Horror, ich habe mich vorher zu schlecht eingecremt und hatte mich schon ordentlich wundgelaufen.
Als ich nach 4:30Std einen Läufer überholte, den ich die ganze Zeit nicht gesehen hab, hoffte ich auf Platz 3 zu sein und das war ein wenig Motivation… Als ich dann die Linie überquerte stand da aber immer noch Platz 4 und es wirkte genau das Gegenteil. Die Akkus waren leer und die Motivation war weg. Ich ging jetzt nach dem VP noch länger und lief auch mal ein Stück mit Helmut usw.
Auf der Strecke bin ich aber nicht gegangen. Irgendwann rechnete ich gegen, dass 68km noch möglich wären, aber ich dafür wieder etwas zügig laufen musste und die letzten Runden lief ich wieder fast 5:00.
Kurz bevor ich in einen großen Schatten zum Schluss rein lief wollte ich stehen bleiben, denn man wartet hier auf die Restmetervermessung, aber das Signal kam eh genau zu dem Zeitpunkt.
Ich überlegte erst, kurz hinter der Ziellinie stehen zu bleiben, damit ich nicht solange warten muss, es fehlte aber noch ein ganzes Stück für die 68km. Hier muss man den Veranstalter loben, nicht einer lief die über 3km ab, sondern alle 500m startete einer und schrieb die Restmeter auf.
Meine Uhr zeigte 68,6km, die offizielle Weite ist 68,3km
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10min vor Schluss überholte mich der Delmenhorstsieger noch und verwaiste mich auf Platz 5, aber Platzierung ist nicht so wichtig, obwohl ich nichts gegen einen Pokal gehabt hätte.

Wir gingen dann noch zur Pastaparty . Die Nudeln waren sehr lecker und die Bolognese bestand quasi nur aus Fleisch. Ich kann nur nach einem Lauf immer recht wenig essen, der Magen macht dann zu.
img-20161008-wa0004Mit dem Lauf und der aktuellen Fitness bin ich sehr zufrieden. Jetzt beginnt die Vorbereitung für die 24 Stunden von Barcelona

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