13. Bremen Marathon

Endlich ist wieder soweit, der Bremen Marathon, das Highlight der Racebooker steht an und es waren wieder viele, auf den verschiedenen Strecken, am Start.
Für mich gehört Bremen zu den wichtigen Läufen im Jahr, da ich hier wohne und viel mit den Racebookern zu tun habe.

Wie schon im letzten Jahr war ich wieder als Pacemaker für die 3.30Std unterwegs… Nächstes Jahr auch wieder. Es gab diesmal richtige Shirts, dafür aber nur kleinere Luftballons. Letztes Jahr mussten die großen ziemlich prall gefüllt werden, damit sie überhaupt fliegen. Damit hatten einige Probleme…

Dies Jahr bin ich etwas früher dagewesen, da ich ja auch ziemlich viele Starter kenne und überall mal schnacken wollte. Vivian hat uns gefahren, sie lief 2 Stunden nach mir ihren ersten Halbmarathon.

Also überall mal „Hallo“ gesagt, Ballon geholt, Racebookerfoto, Toilette und aufwärmen, dann direkt in die Startaufstellung. Leider Vivian nicht mehr gesehen…

Es gab wie die letzten Jahre 2 Pacemaker für die 3:30 und der Andere ist der Grund, warum ich den Job jetzt zum zweiten mal in Folge mache…
Er stand ein kleines Stück vor mir, aber ich wollte mich nicht mehr durchquetschen und wir laufen ja „eigentlich“ das gleiche Tempo, also pendeln wir uns  bestimmt gleich ein.

Der Startschuss fiel und los geht’s, am Anfang natürlich gleich das Tempo im Auge behalten, gerne wird man vom Elan gepackt und läuft zu schnell. Zwischen den Gebäuden der Obernstraße ist es aber mit dem GPS nicht so einfach. So war der erste Kilometer laut Uhr auch ein 4-5sek zu schnell.
Ich achtete jetzt drauf, mich nicht von den anderen Läufern mitziehen zu lassen, sondern dass das Tempo stimmt. Dirk und Michel liefen ein kleines Stück vor mir und entfernten sich immer weiter, je weiter wir kamen. Das war ok, immerhin laufen sie ihr eigenes Rennen.
Ein paar Läufer vom letzten Jahr waren um mich, z.B. John aus Münster.

Es geht einmal um die Innenstadt und dann weiter durch die Neustadt zum Werdersee. Beim 5 Kilometerschild sind wir 4Sek. zu langsam.. Damit kann ich noch leben.
Kurz Wasser getrunken und weiter zum See. Das Wetter war traumhaft. Sonne, blauer Himmel und wenig Wind, nicht zu warm. Gestern hat es noch geregnet ohne Ende, einige große Pfützen zeigten das auch noch.
Am Deichschart standen schon einige Zuschauer und wir liefen weiter Richtung Habenhausen. Hier am Friedhof spinnen die GPS-Uhren gerne, aber das Tempo stimmte und in Habenhausen (10km) waren wieder ziemlich genau auf Kurs. Mein Kollege war ca 30Sek. vor mir.

Spannend ist, dass in Bremen einige Zuschauer jedes Jahr an der gleichen Stelle sind. In Habenhausen hämmert kurz vor dem Deich immer jemand mit nem Holzlöffel auf einen Topf und auf dem Utbremer Ring singen die Omis. „Ihr seid Spitze, ihr seid super drauf! (egal wann man vorbeikommt)“

Wenn man von Habenhausen zurück zum Werdersee und übers Weserwehr läuft ist man schon bei Kilometer 13-14. Hier fängt es an, dass die Schilder falsch stehen(?) zwischen Kilometer 13 und 14 waren wir 20Sek zu schnell und die Uhren von allen Läufern piepen an nem anderen Punkt des Kilometers, als zuvor… aber auch das ist bekannt.
Kurz ein Getränk bei Thomas getrunken und weiter in die Stadt.
An der Kreuzung Stader Straße/Bismarkstraße stand diesmal auch die Feuerwehr und machte Stimmung.
Weiter geht es über meinen „geliebten“ Schulhof und durch den Musiktunnel.
Auf der Schwachhauser Heerstraße war die Stimmung auch gut.. Ich hatte einige Läufer um mich herum.

Im Rhododendronpark ist der Halbmarathon, des Schild für die 21 und die Matte kommt aber noch ein Stück früher, denn jetzt läuft man fast 200-300m weiter bis zum Uhrenpiepsen. (kommen die mit der Anlage nicht in den Park?)… Somit sind wir viel zu schnell, laut Zwischenzeit, aber ich beruhige die Läufer um mich. Beim Verlassen des Parks noch auf eine Metallkante hingewiesen, wo die geschlossenen Tore gestoppt werden und dann nach Horn.
Hier wieder Stimmung aufsaugen und die nächsten 3 ruhigen Kilometer angehen. erst den Berg hoch und dann zur Uni. Es ging wieder über diesen kleinen Hof, ich dachte das fällt weg, mit dem Beenden der Bauarbeiten unten an der Schlacht.

Weiter Richtung Bürgerpark. Nochmal was trinken, denn der nächste Vp fällt ja wieder weg… (Gab es Stress mit der Parkleitung?) Ich hatte das in der Ausschreibung der Halbmarathonis gelesen, dass sie erst bei Kilometer 10 was bekommen. Ich finde das viel zu spät, da gerade der Halbmarathon ja eher die breite Masse anspricht, die lange Unterwegs ist bis zu dieser Versorgung.

Auf der Parkallee waren wir wieder allein, der Halbmarathon war noch nicht so lange gestartet, aber es waren mehr Zuschauer da, als das Jahr zuvor. Kurz bevor wir in den Park abbogen, kam auf der anderen Straßenseite, die ersten Läufer.
Kurz durch den Park und am Torfkanal hoch und runter gelaufen.
In der Kurve war wie immer Stimmung. Als es auf den Utbremer Ring ging, überholten wir Dirk, der Probleme mit dem Knie hatte (28km) und etwas Tempo rausnehmen musste, aber dafür immer noch in einer sehr guten Zeit das Rennen beendete…
Es ging in die Hemmstraße und zum nächsten Verpflegungspunkt. Die Uhr zeigte einen Vorsprung von 1:30 an… Ich werde nächstes Jahr hier ein paar Sekunden langsamer laufen, denn ich griff ein Getränk und lief konstant weiter, einige Läufer verpflegten sich ein Tick langsamer und meine Gruppe fiel auseinander. 5-6Sek. kann man hier bestimmt rausnehmen und trotzdem rechtzeitig im Ziel sein.
Jetzt wurden wir auch von den Halbmarathonis überholt. Um einiges früher als letztes Jahr. Es ging weiter durch zwei Tunnel nach Walle.
Ich erwartete den nächsten VP, aber auch der war nicht da…
In der Überseestadt schwankt es mit dem Publikum immer. Diesmal war wieder kein DJ und kaum Leute da, letztes Jahr war es gut. Es ging auch nicht mehr durch den Schuppen, sondern außen rum.
Kurz vor dem Wesertower war ein Caf’é/Hostel, hier war die Stimmung wieder besser. Am Tower ging es runter zur Weser und die Schlachte lang.
Vor mir liefen eine Läuferin von Werder Bremen und ein mir bekannter Läufer. (Ralf Weis, der Teammanager für die 24h-Nationalmanschaft) Wir kennen uns aus Barcelona und Gotha. Er bat mich die Läuferin doch unter 3:30 ins Ziel zu bringen, was sie super schaffte. Immerhin sind sie mir nach dem Stadion weggelaufen.

Die Stimmung an der Schlachte war wieder super, dieses Lauf durch das Spalier der Menschen ist echt toll. Jetzt standen zusätzlich zu unseren und den Halbmarathonschildern auch noch die 10km-Laufschilder und an denen orientierte ich mich… Plötzlich wurden aus fast 2min Vorsprung, weniger als eine… Jedes Jahr das gleich 😉
nach der Schlachte kommt das schwerste Stück für die Läufer, von viel Stimmung wird es recht ruhig und es geht ziemlich geradeaus zum Stadion. Diesmal waren aber auch einige Zuschauer am Osterdeich und an der Sielwallfähre auch noch ein DJ.
Durchs Stadion durch ist immer wieder toll, anschließend eine Cola und die Rampe zum Osterdeich rauf.
Von meiner alten Gruppe war niemand mehr da. Die Läuferin von Werder nahm etwas Tempo raus und überholte mich oben dann wieder und ein anderer Läufer, der zuerst bei meinem Kollegen lief gesellte sich zu mir.
So ging es zurück in die Stadt und zum Ziel. Ich achtete jetzt drauf nicht zu schnell zu sein und lief auch die Kilometer knapp über 5:00.
Beim letzten VP lief er nach vorne weg. So war ich auf der Martinistraße recht allein und auch beim Zieleinlauf hatte ich diesmal kein Schützling mehr um mich. Ich überquerte die Linie nach 3:29:17… und laut Uhr fehlenden 100m. 😉 Letztes Jahr lief es besser mit 3:29:45.
Ganz zufrieden war ich dadurch nicht (bin halt Perfektionist), aber der Betreuer der Pacemaker sagte ich habe den Job gut gemacht. Mein Kollege kam in 3:26:55 an… Also nächstes Jahr vor dem Start die Ansage machen, dass er bei mir bleiben soll. Es macht echt kein Spaß 2min hinter ihm zu laufen und von Läufern und Zuschauern zu hören: „Noch ein 3:30 Pacemaker/Ballon?“ „Welcher ist denn jetzt der richtige Pacemaker?“ (Antwort: „Ich!“)

Ich trank kurz ein Schluck, ging ins Hotel, wechselte das Shirt und nahm den Chip ab… Wollte ich doch noch Vivian unterstützen und mit dem Shirt niemanden verwirren. Sie wollte 2:30 laufen und ich hatte 15min Zeit, bis sie nach dieser Hochrechnung unter der Wilhelm Kaisen Brücke durchläuft. Also obendrauf positioniert und gewartet, als sie 12min nach dieser Zeit immer noch nicht da war, hoffte ich, dass sie schneller war als sie wollte und ich ging den Läufern entgegen an der Strecke zurück.
Kurz vor dem VP bei Kilometer 40,5 sah ich sie schon. Mit: „Was machst du denn schon hier?“ begrüßte ich sie und reihte mich neben sie ein. So begleitete ich sie bis ins Ziel, welches sie in 2:19:01 erreichte. Ein paar Zuschauer waren verwirrt als sie mich ein zweites Mal laufen sahen 😉

Schieben wir es mal auf die böse Zahl 13, dieses Jahr lief in Bremen scheinbar vieles schief:
2VPs weniger (einer davon bekannt)
zum Schluss auf der Strecke scheinbar nur noch Wasser
zwischenzeitlich lagen die Medaillen auf dem Boden und die Läufer mussten sich bücken
sehr wenig Platz in der Zielverpflegung und langes Warten

Ich hoffe auf Besserung nächstes Jahr, denn eigentlich ist es ein sehr schöner Marathon!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s