Hannover Marathon… Du bist immer dann am besten, wenn’s dir eigentlich egal ist!

Hannover ist die Veranstaltung, bei der ich am Häufigsten gestartet bin. Somit war ein Start wie jedes Jahr Pflicht.
Da Hannover am Anfang des Jahres liegt, bietet sich hier ein Versuch für eine neue Bestzeit an, dass war auch Ende letzten Jahres der Plan.
Mein Fokus liegt aber auf den 24 Stunden und da ich mich für Basel als Frühjahrswettkampf entschlossen habe und seit Anfang des Jahres einen Trainer habe, sollte Hannover „nur“ ein Trainingswettkampf werden.
Es gab keine gesonderte Vorbereitung und Hannover wurde direkt aus dem Training raus gelaufen!

Die Tage vor Hannover habe ich mich mit Henning kurz geschlossen und ein bisschen über die Taktik gesprochen. Bestzeit wäre schon cool und die aktuelle Form ist nicht schlecht, aber mit Blick auf Basel nächsten Monat vielleicht ein bisschen übertrieben.
Also war der Plan mit den 3:15 Pacemakern zu starten und beim Halbmarathon zu entscheiden, was man dann macht. Bis in die Startaufstellung hatte ich nicht wirklich ein Plan, wie der Lauf wird…
In Hannover wieder viele Bekannte getroffen und Jürgen lief sogar die 3:15… Also an ihn gehalten. Henning startete weiter vorne und ich blieb bei den Pacemakern.
Die ersten Kilometer waren echt nicht einfach, Beine schwer und hart und ich hatte etwas zu tun das Tempo mitzugehen. Im Kopf reifte der Plan, ab Halbmarathon langsamer zu werden und einfach einen langen Trainingslauf draus zu machen. Ich schnackte etwas mit Jürgen und dem anderen Pacemaker. Als es aus Hannover raus ging, lief es etwas besser.
zurück in der Stadt und kurz vor Kilometer 10 setzte ich mich vor die Gruppe, um ein Gel zu nehmen und das Wasser am VP gut zu erreichen. Meine Taktung ist 10km, 20km, 27.5km, 35km.  Ich lief weiter und war ein Tick schneller als die Pacer. Es fühlte sich gut an und ich behielt das Tempo bei.
Der Weg zurück in die Stadt geht ziemlich lange gerade aus. Da die Staffeln dies Jahr etwas später starteten ist hier auch weniger los, als sonst.
In der Innenstadt war dann die Stimmung aber wieder gut. Das Wetter war wie jedes Jahr gut und somit auch viele Leute an der Strecke.
Es ging wieder in den großen Park, gefühlt war es grüner als letztes Jahr. Hier war es auch schön kühl. Das Tempo ging gut und ab und zu ein Blick auf den Puls sagte mir auch, dass ich gut unterwegs bin. Hinter dem Park war die Stimmung toll und der Halbmarathon erreicht. 1:35:30 war die Durchgangszeit. Mit dem aktuellen Tempo wäre es eine Endzeit von 3:10!
Genau das wollte ich nicht. 30sek-1min über Bestzeit reinkommen. Also war der Plan gefasst, noch etwas anzuziehen und versuchen unter 3:09 zu bleiben!
Erstmal lief ich aber noch das Tempo weiter.
Die Beschleunigung sollte dann auf den letzten 10-12km kommen.
Das Begegnungsstück am Ende des Parks war wieder toll.

 

Danach wurde es wieder warm und die Vahrenwalder Straße zieht sich ewig. Dieses Jahr war ich aber vorbereitet. Da es anfangs kalt war und dann sehr warm werden sollte, nutzte ich die Armlinge, die ich mir für den Spartathlon geholt habe an den Schwammbecken. Erst den Arm auf der Seite des Becks rein und dann den anderen, Körperdrehung und weiter. Die Kinder beim Abklatschen danach waren nicht begeistert. Immerhin war mein Arm klatschnass, aber die Kühlung war gut.
Es lief gut und ich musste mich etwas bremsen. Gefühlt hätte ich noch etwas schneller laufen können, hatte aber die Befürchtung dies nicht durchzuhalten und dann am Ende doch noch die Zeit zu verpassen.

 

Bei Kilometer 34-35 rief mir eine Zuschauerin zu, dass es bei mir noch so entspannt aussieht und so fühlte es sich auch an und es war nochmal eine Bestätigung für mich.
Die Halbmarathonis liefen jetzt zwischen uns und es wurde etwas voller auf der Strecke. Ich rechnete die Endzeit hoch und wusste das ich auf der sicheren Seite bin, wenn ich so weiter laufe.

Langsam nährten wir uns dem Ziel, leider sind die Georgsgärten nicht mehr dabei, aber so kommt die Burschenschaft „früher“… Seit ich als Erdingerglas gelaufen bin, ignoriere ich den letzten offiziellen VP und trink lieber gegenüber ein Bier bei der Burschenschaft. Das war auch der Plan für dieses Jahr, die paar Sekunden hab ich… Ich orientierte mich also nach rechts und einer der Jungs hielt den Becher schon raus, wie die Leute am Verpflegungspunkt. Ich rief ihm zu: „Bier!“
Zu dem Zeitpunkt kehren da wohl noch nicht so viele Läufer ein. Unter lautem Gejubel exte ich das Bier wie Wasser… Das lag noch 300m quer im Magen, danach ging es aber wieder. Weiter Richtung Ziel!

Der Zieleinlauf ist recht schön, geht er doch leicht bergab und beim Staffeltreffpunkt verengt sich der Weg zwischen den Leuten durch  und dann geht’s auf die breite Zielgerade. Die Uhr tickte und ich sah, dass es unter 3:07 nicht wurde, aber unter 3:07:30 war drin, also nochmal etwas beschleunigt und ins Ziel.

 

 

Mit 3:07:18 habe ich meine Bestzeit aus Berlin 2016 um knapp 2min verbessert und ich war sehr zufrieden, sowohl wegen der Zeit, als auch wie das Rennen lief! Ich wartete dann noch auf Thomas und Annetts Geburtstagsstaffel. An so einem schönen Tag war das ganz gut, bevor man 2Std heimfährt.

Nächstes Jahr ist der Marathon deutlich später im April, aber ich werde wieder dabei sein.

 

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