Enschede Marathon

Da dies Jahr der PUM eine Woche nach Hannover war und nicht wie die Jahre zuvor am gleichen Wochenende, habe ich nach einer Alternative zum Doppeldecker gesucht.
Mit dem neuen Wohnort in Ohne bot sich der Enschede Marathon an. Es sind nur 30km Fahrt!

Ich fuhr mit den Läufern aus Salzbergen hin. Bis auf einen Läufer waren die anderen auf dem Halbmarathon unterwegs.

Am Samstag wurde für mich schon die Startnummer abgeholt und ich musste am Sonntag nur nach Salzbergen und wir fuhren dann gemeinsam hin. Parken ist sehr unkompliziert in einem großen Parkhaus unter dem Start-Ziel-Bereich.
Wir waren recht früh da und schauten uns nochmal um. Es war richtig kalt. Also zurück zu den Autos und umgezogen und einige machten sich auf dem Parkdeck warm.

Kurz vorm Start wieder raus und schnell in den Startblock gedrängt. Die Blöcke waren mit Bauzäunen abgetrennt und recht voll/eng. Man startet mit den Halbmarathonis gleichzeitig.

Nach dem Start geht’s aus der Stadt raus, in der Mitte der Straße auf der Busspur. Ich orientierte mich an den 3:30 Pacern. Die liefen etwas zu schnell an, hatten aber schnell die richtige Pace. Es war ziemlich voll. nach ca. 4km gab es eine Wende und man lief dem Feld entgegen. Ohne Absperrung hätte hier was passieren können, wenn die Läufer in der Mitte nach links zum überholen rausziehen würden.
Dann ging es weiter an den Rand der Stadt und raus auf die Felder. Hier wurde die Gruppe von Sascha aus Salzbergen überholt. Er war nicht viel schneller, aber zog langsam weg. Ich überlegte mir ihn zu begleiten und evtl. auf den letzten Kilometern seines Halbmarathons zu ziehen. ich blieb hinter ihm, damit er nicht auf die Idee kommt zu quatschen.

Es war öfter recht ruhig zwischen den Feldern und Wiesen und an manchen Orten dafür umso mehr Stimmung. Bei Kilometer 12 war eine große Party… Es lief der „Eisbären aus Berlin“-Song was mich etwas verwundert. Weiter ging es in einen kleinen Ort wo wieder einige Menschen standen. Wir erreichten Kilometer 15 und ich schloss zu Sascha auf. Er freute sich mich zu sehen und fing an zu reden. Ich meinte er soll sich ran hängen.
Das Tempo wurde schon vorher von ihm immer etwas schneller. Wir liefen jetzt unter 4:40. Mit dem PUM am Samstag und dem Plan das Rennen ruhig angehen zu lassen, hatte das wenig zu tun.

Wir überholten aber fleißig Läufer und ich achtete drauf, dass er nicht abreißen lässt. Ich dachte seine Bestzeit liegt bei 1:45 und da wären wir aktuell deutlich drunter.
Also weiter durch die Stadt. Wir nährten uns dem Zentrum und ich sah, dass unter 1:40 möglich war, da er weiter hinter gestartet ist sogar noch leichter als mit meiner Zeit.
Wir liefen jetzt Richtung 4:30 und Sascha staunte über das Tempo. In der Innenstadt war es sehr verwinkelt und man sah das Ziel einfach nicht kommen.
Kurz davor beschleunigte er und ich musste eh nach links auf die 2. Runde. Er beendete den Lauf in 1:38:57 und somit 10min schneller als die alte Bestzeit.

Ich war jetzt ziemlich alleine und merkte dass ich schon bessere Ideen hatte als dieses Tempo.
Eine Gruppe Zuschauer, hatte sich scheinbar die Starterliste ausgedruckt und feuerten mich lautstark, persönlich an. Das war schon sehr cool.
Ich lief langsamer weiter und lies mir am VP Zeit. Wollte ich mich doch von den 3:30 Pacern wieder einfangen lassen. Was einige Kilometer dauerte.
Die Strecke ist jetzt anders. das Pendelstück ist weg und man läuft auch zu „kilometer12“ anders ran. Dort lief jetzt Andrea Berg…

Kurz danach war die Gruppe wieder da. Ich hing mich rein und lief mit. Die Pacer scherzten ab und zu und die Läufer lachten etwas… Leider auf Holländisch und ich verstand nix.
Die nächste Streckenänderung führte uns zur Uni nach Enschede raus. unter Bäumen entlang und durch den Rand von Enschede nach Twente. Die Strecke und das Unigelände sind schön, aber Sonntag morgens ist da niemand. Es wurde jetzt auch sehr warm und ich goss mir Wasser über den Kopf. Ich konnte auch mit der Gruppe nicht mehr mitgehen und bereute etwas das Rennen mit Sascha.
Ein bisschen hoffte ich, dass wir am Stadion von Twente Enschede vorbei kommen. Immerhin ein recht bekannter Verein aus Holland.

Am Stadion ging es wirklich vorbei und dann 4-5km auf einen Radschnellweg zurück in die Stadt. Das war zäh. Kaum Zuschauer, fast nur gerade aus und etwas Wind von vorne.
An den VPs ging ich schon seit einer Weile…
Kurz bevor wir den Radweg wieder verließen stand eine Marschkappell, ansonsten waren hier eher DJs am Streckenrand.
Die Stimmung in der Stadt war wieder recht gut. und es ging ab Kilometer 40 wieder auf die Strecke von der ersten Runde. Zickzack durch die Stadt und rein zum Zieleinlauf vor einer großen Tribüne.

Im Ziel warteten schon Judith und Sascha auf mich mit meinen Klamotten, denn auf einem Parkdeck der Tiefgarage waren Duschen mit Bauzäunen aufgebaut worden. Schnell geduscht und dann zurück nachhause.

Bis auf den engen Startbereich ist der Enschede Marathon eine tolle Veranstaltung, mir persönlich würde aber der Halbe nächstes mal reichen, dieser ist aufgrund von kaum Höhenmetern recht schnell.

dav

 

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