24h-Lauf in Basel

In Basel habe ich meinen ersten 24h-Wettkampf bestritten und nun ging es nach ein paar Jahren wieder dort hin.
Diesmal mit einem ambitionierten Ziel, ich wollte 230km laufen. Ich habe mir viele Gedanken in der Vorbereitung gemacht und seit dem 01.01.2019 auch einen Trainer mit Fokus auf dieses Ziel.Die Anreise erfolgte problemlos. Ich traf mich wie damals mit Marc und wir gingen noch was Essen. Geschlafen hab ich gut und wir machten uns am Samstag auf den Weg zum FC Basel, „im Schatten“ des Stadions fand der Lauf statt. Die Strecke wurde wegen Bauarbeiten etwas geändert und war immer noch gut zu laufen. Ich konnte mich bei Ralf Weis mit in den Pavillon gesellen. Ich hatte 24 Trinkflaschen mit, wo mein Iso angerührt war. Ich hatte keinen Betreuer dabei und wollte so etwas Zeit sparen, alle halbe Stunde eine halbe Flasche war der Plan.
Beim Aufbauen merkte ich, dass ich die Energy-Drinks, welche meine Belohnung, nach gewissen Stunden sein sollte, in meinem Auto vergessen habe. Der erste kleine Dämpfer, aber davon wollte ich mich nicht runter ziehen lassen.
Vor dem Start noch mit Maria aus Schweden geredet (sie war auch beim letzten Mal hier in Basel dabei) und mich mit Manuel (ihn kenn ich von den DMs) auf den Start vorbereitet.
Es war recht schwül und in der Nacht sollte Regen einsetzen, aber so kalt wie vor ein paar Jahren sollte es nicht werden.
Ich lief nach Plan und die Pace und der Puls passten ganz gut. Ralf unterstützte die Deutschen und einige legten ein ordentliches Tempo an den Tag, für mich war es gut, nicht vorne zu sein, so kam ich nicht auf irgendwelche verrückte Gedanken, die mich aus dem Plan werfen könnten.
Halbmarathon und Marathon liefen nach Plan. Ich hatte die weißen Armlinge, die ich mir für den Spartathlon geholt habe an und wässerte sie regelmäßig. Das war recht angenehm. Ich nahm die Isos wie geplant, die eine Sorte war etwas zu stark konzentriert… Aber noch Ok.
Wenn ich von den Deutschen überrundet wurde, gabs immer ein kurzen Schnack und weiter gings.
Als ich mir eine neue Flasche holen wollte. bin ich von der Kante abgerutscht. Kurzer Schreck… Nichts passiert. Weiter ging es. Nach jeder Runde winkte mir die Rundenzähler zu…. In Basel werden die Runden per Chip und von Personen gezählt

50km waren geschafft und ich war unter 5Std, voll im Plan und vom Gefühl her auch noch gut dabei. Das erste Tief nährte sich aber langsam. Das habe ich meistens so bei 6Std und ich nahm den MP3-Player vom Tisch. Ging ein Stück und steckte mir die Kopfhörer ins Ohr.
Jetzt lief es sich etwas besser.
Während des Laufs schaute ich immer mal wieder den Fußballern zu, die in der Mitte der Laufrunde spielten. Ein bisschen Ablenkung tat gut.


Irgendwo bei 56km bin ich dann in einer Kurve umgeknickt… Einmal über den Knöchel. Gleich war da so ein doofes Gefühl. Ich nahm etwas Tempo raus und bewegte mich zu meinem Tisch. Ich hatte Eisspray dabei und versuchte es zu kühlen. Ich ging dann gleich wieder auf die Strecke und versuchte wieder zu laufen. Bei jedem Schritt mit dem Fuß merkte ich ein Schmerz. Was nun? Ich ging und versuchte immer wieder zu laufen, aber das gelang mir nicht schmerzfrei. Ich kühlte nach der Runde nochmal richtig, aber es wurde nicht besser.
Der Plan war dahin und der Fuß war sehr heiß. Was nun? Es waren noch 18 Stunden und die Nacht sollte ungemütlich werden. So konnte ich nicht weiter machen und 18 Stunden wandern war auch nicht mein Plan. Also ging ich zum Rundenzähler und beendete mein Rennen. Ich kontaktierte Marc und lies mich abholen. Ich konnte zum Glück noch Auto fahren und so machte ich mich zurück auf den Weg nachhause, mit weniger als 60km im Gepäck.
Dieser Ausfall hat mich sehr gewurmt und ich habe länger dran zu knabbern gehabt, als das ich Probleme mit dem Fuß hatte. Demnächst geht’s zum Fischland-Darß-UltraMarathon. Ich hoffe das es dort eine Wiedergutmachung gibt.

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