Burgwald Märchenmarathon… Alle nach Rauschenberg wegen dem Shirt

Den Marathon in Rauschenberg gibt es schon eine ganze Weile, aber dies Jahr war vieles neu… Es wurde auf Märchen umgestellt, mit neuem Namen und ziemlich buntem Shirt. So war der Lauf zum ersten Mal ausgebucht und das sehr früh. Ich sah Shirt und Medaille bei Facebook, habe mich schnell angemeldet und viele Pummelanten sind gefolgt.

Da Rauschenberg in der Nähe von Marburg ist, habe ich die Leute nach Marburg gelotst und wir haben das Wochenende dort verbracht. inkl. Abendessen und gemeinsamem Bier.
Der Lauf startete Sonntags sehr früh morgens und da ich nach dem Lauf gleich Richtung Heimat aufbrechen wollte, sind Dirk und Dana und ich getrennt hingefahren. Vorort viele bekannte Gesichter getroffen und danach auf Facebook noch gesehen, wen man alles verpasst hat.

Von 10km bis UltraMarathon wurde alles angeboten. Ich lief den Ultra und wollte auch weit vorne mitlaufen, immerhin ist der Lauf ja vor der Haustür meines Vereins. Leider war das Training nicht wirklich gut und die Strecke doch sehr bergig.
ich reihte mich vorne ein und lief zügig an.

Einige Läufer setzen sich aber gleich vorne ab. Es ging berghoch durch den Ort und dann in den Wald, hier war das Märchenthema auch noch zu sehen… später dann nicht mehr.

Es gab auch gleich steile Stücke wo ich zügig hochging und nicht lief.

Nach ca. 4km ist ein Läufer vor mir gestürzt und hat sich verletzt, 2 Läufer waren bei ihm und fragten mich nach einem Handy. Ich habe beim Wettkampf eigentlich kein Telefon dabei, außer es ist Pflicht. also lief ich jetzt zügiger weiter um den nächsten Helfer zu Informieren.
Man konnte hier gut laufen, aber es kam erstmal niemand. Bei einer Straßenüberquerung stand dann jemand, dem ich Bescheid gegeben habe und er holte auch gleich sein Telefon raus. Wieder ein steiler Hügel auf den Felder und ich ging wieder zügig. Berg runter konnte ich rollen lassen. Unten war dann auch ein VP und ein Rettungswagen. Ich fragte nach, ob das mit dem Läufer alles geklappt habe und mir wurde gesagt, er sei versorgt.


Weiter ging es. Plötzlich überholte mich der Rettungswagen mit Blaulicht… Schon wieder jemand verletzt? Zum Glück nicht, ein anderer Rettungswagen steckte nur im Graben.

Es ging in den nächsten Wald und ich lief zu 2 Läufern von Lauffeuer Fröttstädt auf. Dieser Verein veranstaltet den Thüringen Ultra und 2017 die deutsche Meisterschaft im 24h-Lauf. Also mit den Beiden weiter und etwas unterhalten.
Wir überholten jetzt die Frühstarter, einige Läufer sind eine Stunde früher gestartet.

Zwischendurch immer mal wieder ein VP, die auch gut bestückt waren (von den hinteren Läufern hört ich, dass es später nicht so war). Henning schloss auf und wir liefen jetzt zusammen weiter, immer noch in einem recht ambitionierten Tempo, aber gerade im Wald war es noch angenehm kühl und gut zu laufen. Es gab keine Trails oder ähnliches, sondern Forstwege und einige von denen waren geteert.
An einem Verpflegungsstand lies sich Henning etwas Zeit und ich macht mich langsamer auf den Weg. Die Lücke schloss er aber schnell wieder. Für den Ultra läuft man eine Schleife doppelt, der Marathon diese nur einmal. Da der Marathon später gestartet war, waren wir jetzt mitten in dem Feld und überholten einige Leute, so konnten wir aber auch Freunde auf der Strecke sehen.
Als wir auf die zweite Runde gegangen sind fragten wir, ob das irgendwie markiert wird… „Nein und ihr gewinnt eh nichts“… Das war schon bisschen unfreundlich, Henning wurde am Ende noch dritter in seiner AK und kam somit aufs Podest.

Es wurde jetzt immer wärmer und wir legten bei den Anstiegen Gehpausen ein. Liefen sonst aber immer noch recht Flott. Nach der Runde ging es den Weg, den wir gekommen sind, wieder zurück und es gab lange flache Anstiege… auf dem Hinweg ging es runter und es lief sich super. Jetzt wurde das Stück zäh und man merkte die Hitze ziemlich.
Am Abzweig der Halbmarathonis vorbei und weiter bergab aus dem Wald raus. Im Ziel gab es einige Diskussionen um Platzierungen und sowohl bei der zweiten Runde, die nicht kontrolliert wurde und auch hier konnte man tricksen. Wir taten es nicht.
Am Ende des Bergs gabs einen VP und jetzt ging es über Felder raus aus dem Wald. Es war richtig heiß und ich merkte meinen Trainingsrückstand. Henning war gut drauf und ich schickte ihn fort. Ich lief noch bis zum nächsten Ort und legte dann immer wieder Geheinheiten ein, auch auf flachen Stücken. Es ging jetzt auf Radwegen weiter. Über Felder und Wiesen zurück nach Rauschenberg, hier hätten die VPs ruhig etwas enger stehen können, bei den Temperaturen. Im Ort angekommen, nochmal richtig steil über eine Kuppe, um dann langsam Berg hoch ins Ziel zu laufen. Ich lief wieder und viele Halbmarathonis kamen mir auf ihrem Weg zum Auto entgegen. 

Nina war auf dem Halbmarathon unterwegs gewesen und begleitete mich beim Zieleinlauf. Ich beendete den Lauf als 10ter, was unter den Umständen immer noch sehr toll ist.
Ich mag den Lauf und auch die Strecke, erinnert es mich doch etwas an meine Heimat, nur mit Höhenmeter. Ich brauche auch nicht immer Singletrails. Schön durch den Wald laufen reicht mir. Ob ich nochmal den Ultra laufen würde, hängt von den nachfolgenden Veranstaltungen ab und was trainingstechnisch mehr Sinn macht.

Im Ziel sollte es noch Anstecknadeln und Becher geben. ich habe beides nicht gesehen. Obwohl es schon viele Veranstaltungen gab, gab es diesmal einige „Anfängerfehler“. Ich denke aber, dass der Veranstalter einfach mit der Menge an Teilnehmer an seine Grenzen gestoßen ist und daraus lernen wird.

 

Fotos. Frank Sommerkamp

 

 

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